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Große Kohortenstudie zum Outcome von Frauen nach Herz-OPs

Chirurgisches Operationsteam bei der Durchführung einer Thoraxoperation in einem modernen Krankenhaus, Gesundheit.

Große Kohortenstudie zum Outcome von Frauen nach Herz-OPs

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Erschienen in: herzmedizin

Frauen erleiden nach Herzoperationen nicht häufiger Komplikationen als Männer, aber sie sterben öfter daran. Das hat eine Kohortenstudie ergeben, in der die Daten von mehr als 850.000 US-Amerikanern aus dem Pool der staatlichen Medicare-Versicherung ausgewertet wurden.

Die Sterblichkeit von Frauen nach Herzoperationen liegt innerhalb der ersten 30 Tagen um 26 % höher als bei Männern, so das Ergebnis der großen Kohortenstudie. Die Sterberate betrug bei Frauen 4,22 % und bei Männern 3,34 %. Die Daten der insgesamt 863.305 erfassten US-Amerikaner wurden hinsichtlich potenziell relevanter Unterschiede zwischen der weiblichen und der männlichen Kohorte adjustiert. Es ist also auszuschließen, dass etwa das leicht höhere Durchschnittsalter der Frauen (74,8 versus 73,4 Jahre) oder Komorbiditäten ursächlich für die festgestellte höhere Sterblichkeit sind. Andererseits wurden Frauen häufiger in Kliniken mit nachweislich hoher Expertise operiert, weshalb man eher eine günstige Prognose erwartet hätte.

„Failure to Rescue“

Die weitere Analyse zeigte, dass bei Frauen nicht – wie man vermuten könnte – häufiger Komplikationen auftreten. Die Komplikationsraten nach Aortenklappenaustausch, Mitralklappen-OP, Bypass-OP bzw. Operation eines abdominalen Aortenaneurysma waren mit insgesamt 14,98 % bei Frauen und 14,37 % bei Männern annähernd gleich. Unterschiedlich war nicht die Komplikationsrate, sondern vielmehr der Ausgang der Komplikationen. Bei Frauen verliefen Komplikationen in 10,71 % der Fälle tödlich, bei Männern dagegen „nur“ in 8,58 %. Frauen wurden also seltener gerettet, was in der Studienpublikation als „Failure to Rescue“ bezeichnet.

Warum das so ist, lässt sich mit dieser Studie nicht abschließend klären. Aber die Studie gibt einen interessanten Hinweis: Frauen wurden seltener reoperiert, nämlich in 1,81 % der Fälle im Vergleich zu 2,00 % bei den Männern. Diese Beobachtung passt zu den Ergebnissen anderer Studien, denen zufolge Frauen speziell auch bei akuten kardiologischen Erkrankungen zeitlich verzögert versorgt und weniger konsequent behandelt werden.

Quelle: Wagner C et al: Failure to Rescue Female Patients Undergoing High-Risk Surgery. JAM

Bilderquelle: © motortion – stock.adobe.com

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