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Hector-Wissenschaftspreis für Spitzenforscherin Stefanie Dimmeler

Uwe Bleich überreicht Prof. Dr. Stefanie Dimmeler die Urkunde des Hector Wissenschaftspreises bei feierlicher Zeremonie

Quelle: © Marco Schilling

Hector-Wissenschaftspreis für Spitzenforscherin Stefanie Dimmeler

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Die Biologin und Biochemikerin Prof. Stefanie Dimmeler von der Goethe-Universität Frankfurt erhält den mit 200.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis der Hector Stiftung und wird Hector Fellow. Die Jury würdigt damit ihre wegweisenden Forschungsarbeiten zu innovativen Ansätzen für die Reparatur geschädigter Herzen.

Prof. Stefanie Dimmeler von der Goethe-Universität Frankfurt ist ebenso wie Max-Planck-Direktor Prof. Iain Couzin von der Universität Konstanz mit dem Wissenschaftspreis der Weinheimer Hector Stiftung geehrt worden. Mit dem Preis zeichnet die Hector Stiftung Forschende aus, die sich im deutschen Raum insbesondere in der interdisziplinären Spitzenforschung engagieren.

Stefanie Dimmeler ist Professorin für Molekulare Kardiologie an der Goethe-Universität Frankfurt, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) und Sprecherin des Exzellenzclusters Cardio-Pulmonary Institute (CPI). Sie zählt zu den international profilierten Forscherinnen auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen und gehört disziplinübergreifend zu den meistzitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Deutschlands. In ihrer Forschung untersucht sie, welche zellulären und molekularen Mechanismen zum Verlust von Herz- und Gefäßzellen beitragen – etwa nach einem Herzinfarkt – und wie sich daraus neue regenerative Therapien ableiten lassen.

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf nicht-kodierenden RNAs – kleinen „Schaltern“ in unseren Zellen, die steuern, welche Gene aktiv sind – sowie auf körpereigenen Reparaturmechanismen für geschädigtes Gewebe. Mit ihrem Team hat Stefanie Dimmeler gezeigt, wie die innere Gefäßauskleidung (Endothel) reguliert wird und wie sich Gefäßschutz und Heilungsprozesse gezielt stärken lassen – auch um vorzeitige Alterungsprozesse des Herzens abzuschwächen. Damit hat ihre Forschung neue zelluläre und medikamentöse Ansätze für die Regeneration von Herz und Gefäßen vorangebracht und nicht-kodierende RNAs als mögliche Ansatzpunkte für zukünftige Therapien etabliert.

In ihrer Würdigung betont die Stiftung, die Arbeiten von Stefanie Dimmler zeigten eindrucksvoll, wie sich Erkenntnisse aus der molekularen Forschung in konkrete klinische Anwendungen übersetzen ließen und Eingang fänden in die Entwicklung klinischer Diagnose- und Therapiekonzepte.

Die Hector Stiftung, gegründet 1995 vom Ehepaar Hector in Weinheim an der Bergstraße, fördert insbesondere den Nachwuchs der Naturwissenschaften. Jedes Jahr wird der Preis an Wissenschaftler*innen vergeben, die mit unkonventionellen Ansätzen und wissenschaftlicher Exzellenz glänzen. Daraus ergibt sich der Kreis der Hector Fellow Academy, die besonders aussichtsreiche Forschende in Deutschland fördert.

Quelle: Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt vom 02.02.2026

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