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Neue Medikamente zur Behandlung von Herzschwäche: Fortschritte in der Therapie

Person im Business-Outfit vor unscharfem Hintergrund, aufgenommen am ISAS.

Quelle: Abteilungsleiterin Translationale Forschung am ISAS & Koordinatorin von HI-FIVE. ©ISAS

Neue Medikamente zur Behandlung von Herzschwäche: Fortschritte in der Therapie

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Herzmuskelerkrankungen und Herzinsuffizienz

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: herzmedizin

Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an Herzinsuffizienz. Für viele wirken die bisherigen Medikamente nicht oder sind ungeeignet. Forschende vom Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS), der Lead Discovery Center GmbH (LDC) und vom Herz- und Diabeteszentrum (HDZ NRW) entwickeln neue Wirkstoffe.

Bei einer Herzinsuffizienz pumpt das Herz nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper. In der Folge werden die Organe nur unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Betroffene klagen über Leistungsabfall, Kurzatmigkeit, Müdigkeit und bei fortgeschrittener Erkrankung über Wassereinlagerungen im Gewebe. Doch Herzinsuffizienz ist nicht gleich Herzinsuffizienz, es gibt verschiedene Ausprägungen: „Während bei Männern eine reduzierte Herzleistung die häufigste Ursache für eine Herzinsuffizienz ist, führt bei Frauen eine verringerte Erschlaffungsfunktion des Herzmuskels zu einer geringeren Füllung der linken Herzkammer“, erläutert Prof. Dr. Tanja Rudolph, Oberärztin der Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie / Angiologie am HDZ NRW.

Neuer Ansatz: Schlüsselenzym GRK5 im Fokus

Die unterschiedlichen Formen der Herzinsuffizienz erschweren für etwa die Hälfte der Betroffenen eine wirksame Behandlung mit den aktuell verfügbaren Medikamenten. In einem vorangegangenen Projekt konnten die Forschenden bereits Substanzen identifizieren, die das bei Herzschwäche verstärkt auftretende Schlüsselenzym GRK5 hemmen. Im aktuellen Projekt HI-FIVE wollen die Partner diese sogenannten GRK5-Inhibitoren weiterentwickeln und so den Weg für eine gezielte, innovative Therapie ebnen.

„Wir werden bei diesem Forschungsprojekt geschlechts- und altersspezifische Aspekte der Herzschwäche berücksichtigen. Dies ist dringend erforderlich, da Alter und weibliches Geschlecht immer noch in den meisten präklinischen und klinischen Studien unterrepräsentiert sind“, sagt Prof. Dr. Kristina Lorenz, Abteilungsleiterin Translationale Forschung am ISAS. Die Pharmakologin koordiniert das Projekt HI-FIVE.

Präklinische Entwicklung neuer Wirkstoffkandidaten

Bis eine neue Therapie für Menschen mit Herzschwäche verfügbar ist, sind noch umfangreiche Forschungsarbeiten nötig. Im dreijährigen präklinischen Projekt HI-FIVE arbeiten Personen aus Wissenschaft und Medizin eng zusammen, um die Übertragung ihrer Erkenntnisse in die Praxis zu ermöglichen.

Aufbauend auf GRK5-Inhibitor-Leitstrukturen, die das LDC durch Hochdurchsatzscreening gefunden hat, werden nun die vielversprechendsten Kandidaten für eine gute orale Aufnahme und gezielte Wirkung weiterentwickelt. Zudem untersucht das HDZ NRW 500 Betroffene über ein Jahr, um die Erkrankung besser zu verstehen. Die Wirksamkeit der neuen Substanzen testen die Forschenden sowohl in menschlichen Herzmuskelzellen aus Stammzellen als auch in Mausmodellen.

„Am Ende des Projekts wollen wir mit einem präklinischen Wirkstoffkandidaten den nächsten wichtigen Meilenstein in Richtung klinische Anwendung erreichen, und damit neue Behandlungsoptionen für Millionen von Betroffenen mit Herzschwäche schaffen”, ergänzt Bert Klebl, CEO and CSO am LDC.

Quelle: Pressemitteilung der isas Leibnist-Institut für Analytische Wissenschaften vom 26.11.2025

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