Kardiologie » Prävention und Rehabilitation

»

Saubere Umwelt schützt Gesundheit – DGIM fordert, Umweltgefahren ernst zu nehmen

Symbolbild für Herzgesundheit: Hände halten ein rotes Herz mit Herzschlaglinie vor einer modernen Stadt

Saubere Umwelt schützt Gesundheit – DGIM fordert, Umweltgefahren ernst zu nehmen

News

Kardiologie

Prävention und Rehabilitation

mgo medizin

mgo medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: herzmedizin

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben weltweit Todesursache Nummer 1 – etwa jeder fünfte Fall hängt mit Umweltverschmutzung zusammen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) fordert, Umweltrisiken wie Luftverschmutzung, Hitze und Lärm stärker in Prävention und Gesundheitspolitik zu berücksichtigen.

Die DGIM-Vorsitzende Professorin Dr. Dr. med. Dagmar Führer-Sakel sagt: „Gesundheit ist ein Zusammenspiel aus inneren und äußeren Faktoren. Umweltstressoren erhöhen das Risiko nicht nur für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch für Krebs, Diabetes und Adipositas sowie viele weitere internistische Erkrankungen. Daher müssen wir die Bedingungen, unter denen Krankheiten entstehen und sich verschärfen, stärker in den Blick nehmen und auf gesunde Lebensbedingungen hinarbeiten. Umweltfaktoren sind daher kein rein gesellschaftliches oder politisches Thema, sondern müssen auch als fester Bestandteil moderner Prävention und Public Health verstanden und in die Versorgung einbezogen werden.“

Der Internist und Kardiologe Professor Dr. med. Georg Ertl, Generalsekretär der DGIM, sagt: „Als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften haben wir den Auftrag, dort Stellung zu beziehen, wo gesicherte Evidenz gesundheitliche Risiken klar benennt. Umweltstressoren treffen vor allem ältere, chronisch kranke und sozial benachteiligte Menschen – genau jene Gruppen, die internistisch ohnehin besonders vulnerabel sind. Umwelt- und Klimaschutz sind deshalb integrale Bestandteile moderner Gesundheitsvorsorge und eine Voraussetzung für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem.“

 Die DGIM befasst sich seit mehreren Jahren intensiv mit den gesundheitlichen Folgen von Umwelt- und Klimabelastungen für die Innere Medizin. Auf ihren Jahreskongressen sowie in der Arbeitsgruppe „Gesundheit und Klima“ arbeitet sie wissenschaftliche Erkenntnisse zu Hitze, Luftverschmutzung und weiteren Umweltfaktoren systematisch auf. Ziel ist es, internistische Prävention und Versorgung evidenzbasiert an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen.

Zum gemeinsamen Statement der European Society of Cardiology (ESC), das American College of Cardiology (ACC), die American Heart Association (AHA) und der World Heart Federation (WHF).

Quelle: Statement der DGIM vom 20.01.2026

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Mehrere Blisterpacks mit weißen Filmtabletten als Symbol für die orale Langzeittherapie mit dem Lipidsenker Bempedoinsäure (Nilemdo®)

Nilemdo® als 3-Monatspackung: Mehr Flexibilität im Lipidmanagement

Pharmaservice

Seit dem 1. Juli 2026 ist der LDL-C-Senker Bempedoinsäure (Nilemdo®) in Deutschland erstmals als 3-Monatspackung erhältlich. Die größere Packungseinheit soll die Langzeittherapie im Lipidmanagement vereinfachen und Verordnende wie Patientinnen und Patienten entlasten.

Kardiologie

Dyslipidämien

Beitrag lesen
3D-Illustration eines menschlichen Herzens mit EKG-Kurve und digitaler Überwachungsgrafik als Symbol für Herzinsuffizienz und das Risiko des plötzlichen Herztods

Plötzlicher Herztod bei Herzinsuffizienz: Studiendaten belegen hohes Frührisiko

Pharmaservice

Bei neu diagnostizierter Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Pumpfunktion ist das Risiko für den plötzlichen Herztod in den ersten Monaten besonders hoch — und durch moderne Medikamente allein nicht ausreichend abgedeckt. Das zeigen Daten der SCD-PROTECT-Studie.

Kardiologie

Herzmuskelerkrankungen und Herzinsuffizienz

Beitrag lesen
Arzt hält Lupe vor anatomisches Herzmodell – Diagnose und Nachsorge nach Herzinfarkt mit Colchicin COLXI®

IQWiG bescheinigt COLXI® Zusatznutzen nach Herzinfarkt

News

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat für Colchicin 0,5 mg (COLXI®) einen Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen in der Sekundärprävention nach Myokardinfarkt festgestellt – insbesondere durch eine signifikante Reduktion nicht-tödlicher Schlaganfälle.

Kardiologie

Prävention und Rehabilitation

Beitrag lesen