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Wie sich Risikofaktoren auf die Lebenszeit auswirken

Prof. Stefan Blankenberg und Dr. Christina Magnussen, beide Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Foto: UKE)

Wie sich Risikofaktoren auf die Lebenszeit auswirken

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Erschienen in: herzmedizin

Ein gesunder Lebensstil mit 50 kann die Lebenszeit um über ein Jahrzehnt verlängern – und auch später lohnt sich eine Verhaltensänderung, wie eine umfassende Studie zeigt. Besonders die Kontrolle von Blutdruck und Rauchen zahlt sich aus.

Wer mit 50 Jahren nicht raucht, einen normalen Blutdruck hat, keine hohen Cholesterinwerte oder Diabetes aufweist und ein gesundes Körpergewicht hält, lebt länger und bleibt länger frei von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – unabhängig vom Geschlecht. Auch spätere Änderungen der Lebensweise können sich positiv auswirken. Dies zeigt eine umfassende Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), die auf Daten von über zwei Millionen Menschen aus 39 Ländern basiert.
Frauen ohne die fünf Risikofaktoren – Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, Über- oder Untergewicht und hohe Cholesterinwerte – entwickeln durchschnittlich 13,3 Jahre später Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sterben 14,5 Jahre später als Frauen mit allen Risikofaktoren. Bei Männern beträgt der Gewinn 10,6 beziehungsweise 11,8 Jahre. Besonders das Nichtrauchen und die Kontrolle des Blutdrucks verlängern das Leben: Frauen, die mit 50 nicht rauchen, leben 5,5 Jahre länger ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Männer 4,8 Jahre.


Auch im Alter lohnt sich eine Verhaltensänderung: Menschen, die zwischen 55 und 60 Jahren ihren Blutdruck senken oder mit dem Rauchen aufhören, profitieren deutlich. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin New England Journal of Medicine veröffentlicht und verdeutlichen die Bedeutung eines gesunden Lebensstils.

Zur Originalpublikation

Bilderquelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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