Großer Erfolg für das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Forschungsgruppe aus dem Bereich der Neuroinflammation bewilligt. Langfristiges Ziel der Wissenschaftler ist es, für Patienten mit Multiple Sklerose und anderen entzündlich-degenerativen Erkrankungen des Zentralnervensystems spezifischere Therapieverfahren zu entwickeln.
Multiple Sklerose (MS) gilt als die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters. Doch obwohl diese zumeist im zweiten bis vierten Lebensjahrzehnt ausbricht, manifestiert sich eine MS in ungefähr 5–10 % aller Fälle bereits vor dem 17. Lebensjahr. Diese Verlaufsform, die als pädiatrische MS bezeichnet wird, stellt auch in dieser Altersgruppe die vorherrschende Kategorie erworbener demyelinisierender Erkrankungen des ZNS dar.
Unter der Vielzahl von Symptomen bei der Multiplen Sklerose (MS), der in Deutschland häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankung des ZNS, ist schon das Spektrum von Sehbeschwerden breit. MS-Betroffene berichten so zum Beispiel Verschwommensehen, Doppelbilder oder Bildbewegungen. Dies in eine „Arbeitshypothese“ zu transferieren kann schwierig sein, und die Beschwerden können einer objektivierten Erfassung in der klinischen Routine aus verschiedenen Gründen nur schwer zugänglich sein.
Die Neuromyelitis optica Spektrumerkrankungen (neuromyelitis optica spectrum disorders, NMOSD) sind seltene, autoimmunvermittelte chronisch-entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS), welche bevorzugt den N. opticus,
das Myelon und den Hirnstamm betreffen und in der Regel (mindestens 90 % der Fälle) schubförmig verlaufen.
Im Rahmen des DGN 2023 wurden die neuen Konsensus-Kriterien zur Diagnose von MOGAD (MOG-Antikörper assoziierte Erkrankungen) vorgestellt, die Dr. med. Judith Bellmann-Strobl, Fachärztin für Neurologie an der Universitätsmedizin Berlin, zusammenfasste.
Seit Entdeckung des spezifischen Biomarkers Aquaporin-4 und Erstellung von Diagnosekriterien hat sich die therapeutische Landschaft für NMOSD rasant entwickelt – mittlerweile stehen drei spezifische Antikörper-Therapien zur Verfügung.
Für Patient:innen mit Multipler Sklerose (MS) und einer Therapie mit Interferon ß-1a (Rebif®) steht mit RebiSmart® 3.0 seit Kurzem die dritte Generation des elektronischen Auto-Injektors zur Verfügung. Im Rahmen einer Presseveranstaltung wurden die neuen und optimierten Funktionen des Medizinprodukts demonstriert.
In der MS-Therapie werden derzeit große Fortschritte erzielt, weil die Pathomechanismen der Erkrankung immer besser verstanden werden. Hoffnung auf innovative Therapieoptionen machen aktuell besonders zwei Studien aus Deutschland. Eine identifizierte axonale Kaliumkanäle [1] und die zweite die Lungen-Hirn-Achse [2] als neue Therapietargets.
In einer großen Studie unter Leitung der MHH-Neurologie untersuchten Forschende die Kognition von Patientinnen und Patienten mit der seltenen Erkrankung NMOSD. Es zeigte sich, dass etwa 20 Prozent der Betroffenen eingeschränkte kognitive Fähigkeiten haben.
Horizon Therapeutics plc hat auf dem 67. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung in Hamburg zum Industriesymposium eingeladen. Schwerpunkte waren die pathophysiologischen Grundlagen der NMOSD, ihre diagnostische Abgrenzung von der Multiplen Sklerose (MS), die subklinische Progression der NMOSD, besondere Aspekte der N-MOmentum Studie und bisherige Erfahrungen mit der zielgerichteten Inebilizumab-Therapie, der ersten und einzigen CD19+ B-Zell-depletierenden Monotherapie.
Großer Erfolg für das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Forschungsgruppe aus dem Bereich der Neuroinflammation bewilligt. Langfristiges Ziel der Wissenschaftler ist es, für Patienten mit Multiple Sklerose und anderen entzündlich-degenerativen Erkrankungen des Zentralnervensystems spezifischere Therapieverfahren zu entwickeln.
Multiple Sklerose (MS) gilt als die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters. Doch obwohl diese zumeist im zweiten bis vierten Lebensjahrzehnt ausbricht, manifestiert sich eine MS in ungefähr 5–10 % aller Fälle bereits vor dem 17. Lebensjahr. Diese Verlaufsform, die als pädiatrische MS bezeichnet wird, stellt auch in dieser Altersgruppe die vorherrschende Kategorie erworbener demyelinisierender Erkrankungen des ZNS dar.
Unter der Vielzahl von Symptomen bei der Multiplen Sklerose (MS), der in Deutschland häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankung des ZNS, ist schon das Spektrum von Sehbeschwerden breit. MS-Betroffene berichten so zum Beispiel Verschwommensehen, Doppelbilder oder Bildbewegungen. Dies in eine „Arbeitshypothese“ zu transferieren kann schwierig sein, und die Beschwerden können einer objektivierten Erfassung in der klinischen Routine aus verschiedenen Gründen nur schwer zugänglich sein.
Die Neuromyelitis optica Spektrumerkrankungen (neuromyelitis optica spectrum disorders, NMOSD) sind seltene, autoimmunvermittelte chronisch-entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS), welche bevorzugt den N. opticus,
das Myelon und den Hirnstamm betreffen und in der Regel (mindestens 90 % der Fälle) schubförmig verlaufen.
Im Rahmen des DGN 2023 wurden die neuen Konsensus-Kriterien zur Diagnose von MOGAD (MOG-Antikörper assoziierte Erkrankungen) vorgestellt, die Dr. med. Judith Bellmann-Strobl, Fachärztin für Neurologie an der Universitätsmedizin Berlin, zusammenfasste.
Seit Entdeckung des spezifischen Biomarkers Aquaporin-4 und Erstellung von Diagnosekriterien hat sich die therapeutische Landschaft für NMOSD rasant entwickelt – mittlerweile stehen drei spezifische Antikörper-Therapien zur Verfügung.
Für Patient:innen mit Multipler Sklerose (MS) und einer Therapie mit Interferon ß-1a (Rebif®) steht mit RebiSmart® 3.0 seit Kurzem die dritte Generation des elektronischen Auto-Injektors zur Verfügung. Im Rahmen einer Presseveranstaltung wurden die neuen und optimierten Funktionen des Medizinprodukts demonstriert.
In der MS-Therapie werden derzeit große Fortschritte erzielt, weil die Pathomechanismen der Erkrankung immer besser verstanden werden. Hoffnung auf innovative Therapieoptionen machen aktuell besonders zwei Studien aus Deutschland. Eine identifizierte axonale Kaliumkanäle [1] und die zweite die Lungen-Hirn-Achse [2] als neue Therapietargets.
In einer großen Studie unter Leitung der MHH-Neurologie untersuchten Forschende die Kognition von Patientinnen und Patienten mit der seltenen Erkrankung NMOSD. Es zeigte sich, dass etwa 20 Prozent der Betroffenen eingeschränkte kognitive Fähigkeiten haben.
Horizon Therapeutics plc hat auf dem 67. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung in Hamburg zum Industriesymposium eingeladen. Schwerpunkte waren die pathophysiologischen Grundlagen der NMOSD, ihre diagnostische Abgrenzung von der Multiplen Sklerose (MS), die subklinische Progression der NMOSD, besondere Aspekte der N-MOmentum Studie und bisherige Erfahrungen mit der zielgerichteten Inebilizumab-Therapie, der ersten und einzigen CD19+ B-Zell-depletierenden Monotherapie.
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