Die palliativmedizinische Versorgung von Patienten mit fortgeschrittener Multipler Sklerose (MS) fand bisher wenig Beachtung, rückt jedoch mit der neuen Leitlinie der European Academy of Neurology zur Palliativbehandlung der MS zunehmend ins Bewusstsein. In Deutschland gibt es bisher nur wenige Angebote zur MS-Palliativbehandlung und spezifische Versorgungsstrukturen fehlen weitgehend. An der Marianne-Strauß-Klinik wurde ein Konzept zur Neuropalliativbehandlung schwer betroffener MS-Patienten entwickelt. Dieses ist interdisziplinär und multimodal aufgebaut und zielt auf den Erhalt von Lebensqualität, Partizipation und selbstbestimmtem Leben.
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Die Multiple Sklerose (MS) ist mit über 300.000 Betroffenen in Deutschland die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS) und wird durch eine fehlgeleitete Immunreaktion autoreaktiver Zellen gegenüber den Myelinscheiden, aber auch den Axonen ausgelöst; zusätzlich spielen neurodegenerative Veränderungen eine Rolle.

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Die „Charta der Rechte für eine lückenlose Versorgung bei seltenen und komplexen Epilepsien (The Rare and Complex Epilepsies Continuity of Care Rights Charter)“ wurde heute vorgestellt und unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer besseren Versorgungskontinuität für Menschen, die mit seltenen und komplexen Epilepsien leben.

