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ASCO 2022: Sacituzumab Govitecan ist Option beim HR-positiven, HER2-negativen Brustkrebs

ASCO 2022: Sacituzumab Govitecan ist Option beim HR-positiven, HER2-negativen Brustkrebs

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Erschienen in: onkologie heute

Bei intensiv vortherapierten Brustkrebspatientinnen mit Hormonrezeptor-positiver, HER2-negativer Erkrankung erwies sich Sacituzumab Govitecan in der TROPiCS-02-Studie als statistisch signifikante und klinisch relevante Therapieoption.

In der randomisierten Phase-III-Studie TROPiCS-02 erhielten 543 intensiv vorbehandelte Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-negativem (HER2-) metastasierten Brustkrebs nach endokriner Therapie, einem CDK4/6-Inhibitor und Chemotherapie das Trop-2-gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Sacituzumab Govitecan. Patientinnen im Kontrollarm wurden mit Capecitabin, Vinorelbin, Gemcitabin oder Eribulin entsprechend der Wahl des behandelnden Arztes behandelt. Primärer Studienendpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS). In der Testhierarchie wurden des Weiteren das Gesamtüberleben (OS), das Ansprechen (ORR) und die Zeit bis Verschlechterung der Lebensqualität geprüft, wenn der vorangegangene Endpunkt erreicht wurde.

Die Patientinnen waren im Median 57 bzw. 55 Jahre alt, mit einem Anteil von 25-27 % im Alter von ≥ 65 Jahre. Bei 95 % der Patientinnen beider Studienarme lagen zu Studienbeginn Viszeralmetastasen vor, bei 84 bzw. 87 % Lebermetastasen und bei 29 bzw. 22 % de novo metastasierter Brustkrebs. Die Zeit seit der Diagnose der metastasierten Erkrankung lag bei 48,5 versus 46,6 Monaten.

Zum Zeitpunkt der Auswertung, mit einer Nachbeobachtungszeit von median 10,2 Monaten, waren noch 18 Patientinnen im experimentellen und 4 Patientinnen im Kontrollarm unter Studienmedikation. Gründe für das Abbrechen der Therapie waren im Wesentlichen der Krankheitsprogress. Das mediane PFS betrug 5,5 versus 4,0 Monate. Das Risiko für einen Progress war im experimentellen Arm um 34 % gegenüber dem Kontrollarm reduziert (HR 0,66; 95%-KI: 0,53-0,83; p = 0,0003). Die PFS-Rate betrug nach 6 Monaten 46,1 versus 30,3 %, nach 9 Monaten 32,5 versus 17,3 % und nach 12 Monaten 21,3 versus 7,1 %. In einer ersten von drei geplanten Interimsanalysen zum Gesamtüberleben wurde kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Studienarmen festgestellt. Im Median überlebten die Patientinnen 13,9 versus 12,3 Monate (HR 0,84; 95%-KI: 0,67-1,06; p = 0,14). Ein Ansprechen wurde bei 21 versus 14 % der Patientinnen beobachtet, die klinische Benefitrate lag bei 34 versus 22 %.

Das Nebenwirkungsprofil von Sacituzumab Govitecan entsprach den bekannten Ergebnissen aus anderen Studien. Es brachen 6 % der Patientinnen im experimentellen versus 4 % im Kontrollarm die Therapie aufgrund von Therapie-assoziierten Nebenwirkungen ≥ Grad 3 ab. Die Zeit bis zur Verschlechterung der Lebensqualität war mit 4,0 versus 2,9 Monaten länger unter der Therapie mit Sacituzumab Govitecan im Vergleich zu den Kontrolltherapien.

Quelle: ASCO Annual Meeting 2022; Oral Abstract Session „Breast Cancer – Metastatic“, 4. Juni 2022, Rugo HS et al. Primary results from TROPiCS-02: A randomized phase 3 study of sacituzumab govitecan versus treatment of physician´s choice in patients with hormone receptor-positive/HER2-negative advanced breast cancer. Abstract #1001

Bilderquelle: ©Crystal light – stock.adobe.com

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