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Carolin Hack erhält Forschungspreis für Komplementärmedizin

Carolin Hack erhält Forschungspreis für Komplementärmedizin

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Erschienen in: onkologie heute

Die Überlebenschancen für Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind, haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verbessert. Dank dieser Entwicklung konzentrieren sich Forscherinnen und Forscher nun vermehrt auf die Nebenwirkungen und die möglichen Folgen von Krebstherapien sowie auf die Lebensqualität der Patientinnen. So auch PD Dr. Carolin C. Hack, die eine standardisierte Spezialsprechstunde für integrative Medizin in der Erlanger Frauenklinik etabliert hat und integrative Behandlungsangebote als Teil der Patientinnenversorgung in die klinische Routine integriert. Die ganzheitliche Behandlung mit integrativer Medizin zusätzlich zur evidenzbasierten Schulmedizin erscheint vielversprechend, da sie auf mehreren Ebenen ansetzt.

In einer Querschnittsstudie untersuchte PD Dr. Carolin C. Hack, stellvertretende Direktorin der Frauenklinik (Direktor: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann) des Uniklinikums Erlangen, zusammen mit ihrer Arbeitsgruppe die Wirkung der integrativen Gesundheitsberatung und der Behandlung von Brustkrebserkrankungen mit komplementärer Medizin. Für diese Forschungsarbeit bekam Dr. Hack nun in Baden-Baden den Forschungspreis für Komplementärmedizin 2022 der NATUM e. V. (Naturheilkunde, Akupunktur, Umwelt- und Komplementärmedizin) – einer Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe – verliehen. Es ist bereits die siebte wissenschaftliche Auszeichnung für die Erlanger Gynäkologin.

Für Dr. Hacks Studie wurden Daten von 75 Brustkrebspatientinnen in Hinblick auf die Lebensqualität sowie die Nebenwirkungen der schulmedizinischen Krebstherapien bzw. der Krebserkrankung an sich ausgewertet. Die Ergebnisse der Nachbeobachtung sprechen für sich: 73 % der Patientinnen berichteten, dass die integrative Behandlung die Symptome ihrer Krebserkrankung verringerte. 77 % der Frauen gaben an, geringere Nebenwirkungen als bei konventionellen Krebstherapien wahrgenommen zu haben. Außerdem berichteten 82 % der Studienteilnehmerinnen, dass sich ihre Lebensqualität durch die integrative Behandlung steigerte.

„Integrative Medizin hilft Brustkrebspatientinnen in allen Phasen der Tumorerkrankung, Nebenwirkungen zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. Ziel muss es deswegen sein, das Angebot integrativer Behandlungen für Brustkrebspatientinnen flächendeckend auszubauen und in die Standardversorgung einzubeziehen“, betonte Dr. Hack.

Der Forschungspreis für Komplementärmedizin der NATUM e. V. wird jährlich ausgeschrieben und ist mit 3.000 Euro dotiert. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige, von der NATUM e. V. zusammengestellte Jury. Bewertet werden dabei unter anderem das Studiendesign, die Qualität der Ergebnisse und die Relevanz für die Patientinnen und Patienten sowie die Komplementärmedizin.

Quelle: Uniklinikum Erlangen

Bilderquelle: © Uniklinikum Erlangen)

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