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cHL: Konsolidierung mit Pembrolizumab macht Hoffnung

cHL: Konsolidierung mit Pembrolizumab macht Hoffnung

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Erschienen in: onkologie heute

Das klassische Hodgkin-Lymphom (cHL) ist eine der am besten heilbaren Formen von Krebs im Kindesalter. Da es aber nach der ersten Chemotherapie öfter zu Rückfällen kommt, sind die Forscher immer noch auf der Suche nach Verbesserungen der Therapie mit wenig Langzeitschäden durch die Therapie. Eine Option könnte eine Konsolidierung mit Immuntherapie sein. Während der EHA-Tagung 2024 wurden diesbezüglich aktualisierte Daten der KEYNOTE-667-Studie vorgestellt.

Patienten mit einem klassischen Hodgkin-Lymphom (cHL), die auf eine erste Chemotherapie (SER) schnell ansprechen, erleiden öfter einen Rückfall. Die derzeitigen Behandlungen für Patienten mit SER, wie Dosisintensivierung und Strahlentherapie, können aber Langzeittoxizität verursachen.

Die KEYNOTE-667-Studie

Die KEYNOTE-667 Studie ist eine offene Phase-II-Studie, in der die Sicherheit und Wirksamkeit von Pembrolizumab (Pembro) plus Cyclophosphamid, Vincristin, Prednison/Prednisolon und Dacarbazin (COPDAC-28) bei pädiatrischen Patienten mit Hochrisiko-CHL und SER bewertet werden soll. Eingeschlossen wurden Kinder (3–17 Jahre) und junge Erwachsene (18–25 Jahre) mit neu diagnostiziertem Stadium IIEB, IIIEA, IIIEB, IIIB, IVA, oder IVB cHL. Diejenigen mit geringem Risiko erhielten eine Induktionstherapie mit ABVD, die mit hohem Risiko eine Induktion aus Vincristin, Etoposid, Prednison/Prednisolon und Doxorubicin (OEPA), jeweils für zwei Zyklen.

Das frühe Ansprechen wurde danach mittels PET und CT/MRI bewertet. Patienten mit schnellem frühem Ansprechen (SER) (Deauville-Score 4 oder 5) erhielten eine Konsolidierung mit Pembrolizumab, in der Niedrigrisikogruppe in Kombination mit AVD und in der Hockrisikogruppe in Kombination mit COPDAC-28. Danach wurde das späte Ansprechen (LRA) durch PET und CT/MRI bewertet. Patienten mit PET-Positivität bei der LRA (Deauville-Score 4 oder 5) erhielten eine lokale RT (28,8 Gy). Alle Patienten erhielten danach eine Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab alle drei Wochen für bis zu 17 Zyklen. Primärer Endpunkt war die ORR bei Patienten mit SER, die zu einem beliebigen Zeitpunkt nach Beginn der Behandlung mit Pembro und vor Beginn einer neuen Krebstherapie bestimmt wurde. Sekundäre Endpunkte waren PET-Negativität nach Konsolidierung und Sicherheit.

Sehr gutes Ansprechen mit handhabbaren Nebenwirkungen

Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 24,3 Monaten hatten zum Zeitpunkt dieser Analyse 55 Patienten eine Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie abgeschlossen, 20 waren noch in Behandlung und 9 hatten die Therapie abgebrochen. Die ORR betrug 99 %, von denen 57 Patienten sogar eine komplette Remission erreicht hatten und 22 eine partielle Remission (PR). Die Sicherheit war handhabbar. Bei den Patienten mit einer LRA, wurde bei 70 % ein PET-negatives Ansprechen festgestellt, deshalb konnten sie auf eine RT verzichten. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial der Konsolidierung von Pembro und COPDAC-28 zur Verbesserung des Ansprechens bei der Hochrisikopopulation von cHL.

Dr. Annette Junker

Quelle: Mauz-Koerholz C et al. KEYNOTE-667: Updated results from the phase 2 study of pembrolizumab in chiledren and young adults with high-risk classical hodgkin lymphoma with slow early response (SER) to front-line chemotherapy. EHA congress 2024; e-Poster presentation P1097

Bilderquelle: © Photographee.eu – stock.adobe.com

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