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DFG-Förderung: Wie Leberschäden zu Leberkrebs führen können

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DFG-Förderung: Wie Leberschäden zu Leberkrebs führen können

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Erschienen in: onkologie heute

Die Deutsche Forschergemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsgruppe „dangerhep“ mit 5,8 Millionen Euro. Die gemeinsame Initiative der HHU Düsseldorf, des UKD und der Universitäten Tübingen, Stuttgart und Dortmund erforscht, wie chronische Leberschädigungen zu Leberkrebs führen. Die Leitung übernimmt Prof. Dr. Tom Lüdde (Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, UKD).

Leberkrebs zählt weltweit zu den am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen. Trotz erheblicher therapeutischer Fortschritte in den letzten Jahren ist eine Heilung für viele Patient*innen nach wie vor nicht möglich. Einer Leberkrebserkrankung geht in den meisten Fällen eine chronische Leberschädigung voraus. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Ausgelöst werden kann eine chronische Lebererkrankung etwa durch eine Virusinfektion wie Hepatitis, eine Fettlebererkrankung oder langjährigen Alkoholkonsum. Bislang ist es noch nicht möglich, das individuelle Krebsrisiko bei einer chronischen Lebererkrankung zuverlässig vorherzusagen. Auch eine vorbeugende medikamentöse Behandlung mit dem Ziel, die Krebserkrankung zu verhindern, ist bisher nicht verfügbar.

Hier setzt die Forschungsgruppe dangerhep (Deutsch: „Die dynamische Steuerung von Stadienübergängen chronischer Lebererkrankungen durch Zelltod- und Alarmsignale“) an. Unter der Leitung von Prof. Lüdde hat sich ein interdisziplinäres Konsortium zusammengeschlossen. Beteiligt sind neben der HHU und dem UKD das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der Technischen Universität Dortmund, die Eberhard Karls Universität Tübingen sowie die Universität Stuttgart.

Ziel des Verbundvorhabens ist es, die bislang unzureichend verstandenen Zusammenhänge zwischen der Schädigung von Leberzellen, deren Zelltod, der daraus resultierenden chronischen Entzündung und der späteren Entstehung von Leberkrebs systematisch zu entschlüsseln. Im Mittelpunkt steht dabei der Einsatz der Zwei-Photonen-Mikroskopie, einer hochauflösenden Bildgebungsmethode, die es erstmals ermöglicht, die Schädigung und den Untergang von Leberzellen direkt im lebenden Gewebe sichtbar zu machen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Untersuchungen besteht darin zu klären, welche entzündungsfördernden Botenstoffe beim Zelltod freigesetzt werden, welche Immunzellen dadurch aktiviert werden und wie diese Prozesse langfristig die Krebsentstehung begünstigen. Ein besseres Verständnis dieser Mechanismen soll künftig dazu beitragen, Hochrisikopatient*innen gezielter zu überwachen und neue präventive Therapiestrategien zu entwickeln.

Die neue Forschungsgruppe wird durch die DFG mit 5,8 Millionen Euro für einen Zeitraum von vier Jahren (2026-2029) gefördert. Es besteht die Option einer zweiten Förderungsphase für weitere vier Jahre.

Quelle: Pressemitteilung von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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