Auch in diesem Jahr vergaben die DGHO und die OeGHO Preise für herausragende Arbeiten junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ehrten Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Hämatologie und Onkologie verdient gemacht haben.
Prof. Dr. med. Claudia Baldus, Geschäftsführende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) und Direktorin der Klinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel: „Mit den Ehrenmitgliedschaften und Preisen würdigen wir Persönlichkeiten, die unser Fach über viele Jahre geprägt haben, ebenso wie diejenigen, die mit ihren innovativen Ideen die Zukunft der Patientenversorgung gestalten. Der Fortschritt in Hämatologie und Onkologie lebt vom Austausch der Generationen. Gerade in einem so dynamischen Fachgebiet brauchen wir beides: herausragende Vorbilder und einen starken wissenschaftlichen Nachwuchs.“
Artur-Pappenheim-Preis 2026 (DGHO)
Gebiet: Klinische, experimentelle oder theoretische Fragen der Hämatologie
Dotierung: 7.500 Euro
Preisträger: Dr. med. David Cordas dos Santos, Boston (USA)
Titel der Arbeit: „BCMA-gerichtete T-Zell-Therapie als Strategie zur frühen therapeutischen Intervention beim Multiplen Myelom“
Vincenz-Czerny-Preis 2026 (DGHO)
Gebiet: Klinische, experimentelle oder theoretische Fragen der Onkologie
Dotierung: 7.500 Euro
Preisträger: Dr. med. Dr. rer. nat. Mirco Julian Friedrich, Heidelberg
Titel der Arbeit: „Transient hepatic reconstitution of trophic factors enhances aged immunity“
Irene-Boll-Preis 2026 (DGHO)
Gebiet: Hämatologischer oder onkologischer Kontext, der sich mit Barrieren und Ungleichheiten befasst (sexuelle Identität, ethnische Zugehörigkeit, körperliche Beeinträchtigungen, geografische Lage oder sozio-ökonomische Verhältnisse)
Dotierung: 7.500 Euro
Preisträgerin: Dr. med. Julia Felicitas Leni König, Heidelberg
Titel der Arbeit: „How do financial considerations influence medical decision-making? A qualitative-empirical study in German cancer medicine“ und „Financial influences and the primacy of patient welfare – an empirical and ethical analysis in German cancer medicine“
Preisträger: Florian Bernhardt, Münster
Titel der Arbeit: „Mechanisms shaping inequity and continuity at critical interfaces in serious illness care: intersectionally informed, cross-sectoral, multi-method research across oncology and palliative care“
Doktoranden-Förderpreis 2026 (DGHO)
Gebiet: Studienarbeiten, die sich mit klinischen, experimentellen oder theoretischen Fragen der Hämatologie und Onkologie befassen
Dotierung: 3.000 Euro
Preisträger: Dr. med. Niklas Kehl, Heidelberg
Titel der Arbeit: „Immunogenomische Untersuchung Neoepitop-spezifischer T-Zell-Immunität in seltenen Tumorentitäten“
Preisträger: Til Steinicke, Münster
Titel der Arbeit: „Epigenetische Klassifizierung ermöglicht eine schnelle molekulare Diagnostik der akuten Leukämie“
Wilhelm-Türk-Preis 2026 (OeGHO)
Gebiet: Klinische Hämatologie
Dotierung: 5.000 Euro
Preisträger: Dr. med. univ. Vincent Sunder-Plassmann, Wien
Titel der Arbeit: „Field-testing the MALT-IPI in a single-center real-world cohort of patients with extranodal marginal zone lymphoma“
Wolfgang-Denk-Preis 2026 (OeGHO)
Gebiet: Klinische Onkologie
Dotierung: 5.000 Euro
Preisträger: Dr. med. univ. et Dr. scient. med. Maximilian Mair, Wien
Titel der Arbeit: „Prognostic stratification of newly diagnosed IDH-mutant gliomas by [18F]fluoroethyltyrosine and [11C]methionine PET: A retrospective, bicentric cohort study“
Ehrenmitglieder 2026
Im Rahmen der Jahrestagung wurden drei herausragende Persönlichkeiten für ihr fachliches Engagement und ihr wissenschaftliches und ärztliches Lebenswerk mit der Ehrenmitgliedschaft der DGHO geehrt.
Prof. Dr. med. Renate Arnold
Arnold arbeitete als Pionierin auf dem Gebiet der Knochenmark- und Stammzelltransplantation an der Universität Ulm. An der Charité in Berlin leitete sie die Abteilung für Knochenmarktransplantation und war stellvertretende Direktorin der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie. Mit ihrer wissenschaftlichen und klinischen Arbeit sowie ihrer Mitwirkung an Leitlinien der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Hämatopoetische Stammzelltransplantation und Zelluläre Therapie (DAG-HSZT) prägte sie die Behandlung und Nachsorge transplantierter Patientinnen und Patienten nachhaltig.
Prof. Dr. med. Wolfgang Berdel
Berdel war Direktor der Medizinischen Klinik A für Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Münster. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der zielgerichteten Tumortherapie, der Neoangiogenese von Tumoren und Leukämien, antivaskulären Therapiestrategien, der RNAi-Technologie sowie der molekularen Leukämogenese und Onkogenese. Berdel ist Mitgründer der europäischen Initiative MedEthicsEU, Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Medizinischer Ethik-Kommissionen in Deutschland und Mitglied nationaler sowie europäischer Fachgremien.
Prof. Dr. med. Brigitte Schlegelberger
Schlegelberger hat das Fachgebiet der Hämatologie und die genetische Diagnostik maßgeblich vorangebracht. Sie war Direktorin des Instituts für Humangenetik an der Medizinischen Hochschule Hannover und Koordinatorin der Arbeitsgruppe Familiäre Leukämie im Europäischen Referenznetzwerk für pädiatrische Onkologie (ERN PaedCan). Schlegelberger ist Mitglied des Advisory Boards von ERN GENTURIS (European Reference Network on Genetic Tumour Risk Syndromes) sowie des wissenschaftlichen Beirats des Josep Carreras Leukaemia Research Institute.
Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V.





