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DKMS Mechtild Harf Wissenschaftspreis 2025 geht an Chiara Bonini

Der DKMS Mechtild Harf Wissenschaftspreis 2025 geht an Chiara Bonini: (v.l.n.r.) Elke Neujahr, Marcel van den Brink, Chiara Bonini, Katharina Fleischhauer © DKMS

DKMS Mechtild Harf Wissenschaftspreis 2025 geht an Chiara Bonini

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Erschienen in: onkologie heute

Die DKMS Stiftung Leben Spenden hat Professorin Chiara Bonini mit dem DKMS Mechtild Harf Wissenschaftspreis 2025 ausgezeichnet. Sie gilt als Vorreiterin in der klinischen Anwendung genetisch veränderter T-Zellen bei der Stammzelltransplantation. Mit dem Preis würdigt die DKMS herausragende medizinische und wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Stammzelltransplantation und zellulären Therapien.

Bonini, Ärztin und Professorin der Hämatologie an der Universität Vita-Salute San Raffaele und Leiterin der Abteilung Experimentelle Hämatologie des wissenschaftlichen Instituts IRCSS San Raffaele, Mailand, nahm den Preis am 31. März 2025 im Kreis von Medizinerinnen und Medizinern sowie Gästen aus aller Welt im Rahmen der Jahrestagung der European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) in Florenz entgegen. Außerdem verlieh die DKMS den hoch dotierten DKMS John Hansen Research Grant 2025 und erstmalig den DKMS Special Grant.

„Chiara Bonini ist eine der weltweit renommiertesten Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Zell- und Gentherapie zur Behandlung von Krebs. Sie ist führend in der klinischen Anwendung genetisch veränderter T-Zellen bei der Stammzelltransplantation und hat den Grundstein für innovative, lebensrettende Therapien gelegt“, sagte Professorin Dr. Katharina Fleischhauer, Mitglied im Medizinischen Beirat der DKMS und Leiterin des Instituts für Zelltherapeutische Forschung am Universitätsklinikum Essen. „Ihre Arbeit trug zur Entwicklung des ersten von der EMA zugelassenen, gentechnisch veränderten, zellbasierten Arzneimittels für Krebspatientinnen und Patienten bei und ebnete den Weg für eine neue Ära der Präzisionsmedizin und transformativer Behandlungen für Betroffene weltweit.“

Auszeichnung für bahnbrechende personalisierte Immuntherapie mit genetisch modifizierten T-Zellen

Die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (allo-HSCT) zählt nach wie vor zu den wirksamsten Behandlungsmethoden für Patientinnen und Patienten mit hämatologischen Malignomen. Sie kann auch andere Blutkrankheiten heilen, einschließlich angeborener genetischer Erkrankungen des hämatopoetischen Systems. Über zwei Jahrzehnte prägte Chiara Bonini die Gen- und Zelltherapie maßgeblich und leistete Pionierarbeit bei einem der ersten HSCT-Therapieprojekte.

Ein Durchbruch gelang ihr mit der TCR-Gen-Editierung. Dabei werden T-Zellen dauerhaft so umprogrammiert, dass sie Krebszellen mit höherer Präzision und Persistenz bekämpfen können. Durch die gezielte Auswahl tumorspezifischer Antigene und optimaler tumor-gerichteter Rezeptoren gelang es Bonini, T-Zell-Therapien in lebende Medikamente zu verwandeln – fähig, Krebszellen gezielt zu identifizieren und wirksam zu zerstören. „Wir verfügen heute über die Werkzeuge für gezieltes Genome Editing. Die nächste Herausforderung liegt darin, die idealen Kombinationen aus TCRs und tumorspezifischen Antigenen zu identifizieren – für noch wirksamere Therapien“, so Bonini. „Unser Ziel ist es, einen TCR-Ansatz zu entwickeln, der zur Erzeugung von TCR-editierten Zellprodukten für eine Vielzahl von Krebsarten genutzt werden kann. Angesichts der bisher begrenzten Erfolge bei soliden Tumoren eröffnet dieser Fortschritt das Potenzial für einen echten Durchbruch.“

Quelle: Pressemitteilung DKMS vom 1.4.2025

Bilderquelle: © DKMS

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