Onkologie » Hirntumoren » Glioblastom

»

Dual-Targeting von PDPN und GD2: Innovative CAR-T-Zelltherapie zur Überwindung der Heterogenität beim Glioblastom

3D-Illustration von Tumorzellen im Gehirn, angegriffen von Immunzellen vor einem blauen Hintergrund.

Dual-Targeting von PDPN und GD2: Innovative CAR-T-Zelltherapie zur Überwindung der Heterogenität beim Glioblastom

Kongress

Onkologie

Hirntumoren

Glioblastom

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Glioblastome gehören zu den therapieresistentesten malignen Hirntumoren. Neue immuntherapeutische Ansätze, die gezielt die Tumorheterogenität adressieren, könnten die Behandlungsmöglichkeiten entscheidend erweitern.

Zielantigene und duale CAR-T-Zell-Strategie

Die ausgeprägte inter- und intratumorale Heterogenität des Glioblastoms erschwert den Erfolg herkömmlicher CAR-T-Zelltherapien. In dieser beim DGHO präsentierten Studie wurden die Zielantigene Podoplanin (PDPN) und GD2 in primären sowie rezidivierenden Glioblastomen systematisch identifiziert und charakterisiert. Darauf aufbauend kamen duale CAR-T-Zellen zum Einsatz, die beide Antigene simultan adressieren und somit eine breitere Wirksamkeit gegen heterogene Tumorzellpopulationen ermöglichen.

Überlegenheit der dualen Therapie in präklinischen Modellen

Die dual-targeting CAR-T-Zellen wurden in einem umfassenden präklinischen Setting getestet, das sowohl Glioblastom-Zelllinien als auch patientenabgeleitete Organoide und orthotope Mausmodelle umfasste. Im Vergleich zu monospezifischen CAR-T-Zellen zeigten die dualen Zellprodukte eine signifikant gesteigerte Apoptoseinduktion und Zytotoxizität sowie eine effiziente Tumorregression in vivo. Darüber hinaus führte die duale Therapie zu einer deutlichen Verlängerung des Gesamtüberlebens und in einzelnen Fällen sogar zur Heilung in Mausmodellen.

Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass PDPN/GD2-duale CAR-T-Zellen einen vielversprechenden Ansatz darstellen, um die therapeutischen Limitationen bei Glioblastomen zu überwinden und neue Behandlungsoptionen für diese bislang unheilbare Erkrankung zu schaffen.

Quelle: Hübner J et al. PDPN/GD2-CAR T cells as an innovative dual therapy approach for the treatment of glioblastoma. Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie 24.–27. Oktober 2025, Köln

Weitere Beiträge zu diesem Thema

wissenschaftliche Darstellung der Prostata mit einem hervorgehobenen Tumor. Es symbolisiert die Ergebnisse der VERSUS-Studie, die sich mit Prostatakrebs bei jungen Patienten unter 45 Jahren beschäftigt

Diagnostische Genauigkeit von ¹⁸F-PSMA-1007 bei Lokalrezidiven des PCa

Fachbeitrag

Diagnostische Genauigkeit von 18F-PSMA-1007 bei Lokalrezidiven im Kontext des biochemischen Rezidivs: Real-World-Evidence aus einer monozentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie – Studie AP 172/26 der AUO. Für Patienten mit einem biochemischen Rezidiv eines ...

Onkologie

Prostatakarzinom

Beitrag lesen
Farbcodiertes 3D-Strukturmodell des p53-Proteins mit zahlreichen ueberlagernden Konformationen als Darstellung seiner dynamischen Struktur

Dynamische Veränderung des p53 Proteins wird sichtbar

Aktuelles

Forschende konnten das Krebsprotein p53 sichtbar machen, wie sich das Krebsprotein ständig dynamisch verändert. Das Verständnis der Dynamik dieser Strukturen bietet einen neuen Ansatz.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Forschungsteam in einem Labor steht neben einem Sequenziergeraet mit sichtbaren Genomdaten auf dem Bildschirm

Neue Genvarianten beim familiären Brust- und Eierstockkrebs

Aktuelles

Erblich bedinget Brustkrebs beruht auf eine Veränderung bestimmter Gene. Aktuell sind 13 Risikogene für die Diagnostik bestimmt wurden. Forschende haben weiter Gene und Genvarianten entdeckt, die im Zusammenhang mit Brustkrebs stehen. Sie eröffnen weitere Möglichkeiten zu Früherkennung, Risikoreduktion und Therapie.

Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Mammakarzinom

Beitrag lesen