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Fortgeschrittener HR+, HER2– Brustkrebs: Analyse der Patientinnenbefragung unter Imlunestrant-Therapie

Ärztin zeigt Patientin medizinische Informationen auf einem Tablet in einer Praxis.

Fortgeschrittener HR+, HER2– Brustkrebs: Analyse der Patientinnenbefragung unter Imlunestrant-Therapie

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Erschienen in: onkologie heute

Imlunestrant (Imlu) ist ein neuartiger, oraler, selektiver Östrogenrezeptor-Degrader (SERD), der die Bluthirnschranke penetriert. Seine Wirksamkeit war in der EMBER-3-Studie geprüft worden. Während des ASCO 2025 wurden explorative PRO (patient reported outcomes)-CTCAE-Analysen der Patienten aus dieser Studie vorgestellt [1].

Die EMBER-3-Studie hatte bei Patientinnen mit ER+, HER2– fortgeschrittenem Brustkrebs, deren Krankheit unter oder nach einer Aromatasehemmer-basierten Therapie fortgeschritten war, eine signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) mit Imlu gezeigt im Vergleich zur Standardtherapie (SOC, Fulvestrant oder Exemestan) bei Patientinnen mit ESR1-Mutationen (ESR1m) und mit Imlunestrant + Abemaciclib (Imlu + Abema) gegenüber Imlu bei allen Patientinnen, unabhängig vom ESR1-Mutationsstatus [2].

Lebensqualität im Fokus

Bei diesen Patientinnen wurde zu Studienbeginn (BL) und alle 8 Wochen bis zum Abbruch der Behandlung der EORTC QLQ-C30 erhoben. PRO-CTCAE (Durchfallhäufigkeit) wurde wöchentlich erhoben, wobei 0 (nie) bis 4 (fast ständig) angegeben wurde. PRO-CTCAE (Reaktion an der Injektionsstelle [ISR]) wurde bei den Fulvestrant-Empfängern wöchentlich für 2 Wochen nach der Injektion durchgeführt, wobei ja/nein berichtet wurde (Schmerzen, Schwellung, Rötung). Für PRO-CTCAE wurde eine deskriptive Analyse durchgeführt.

Bei Patientinnen mit ESR1m war die Monotherapie mit Imlu mit vielen verbesserten oder gleichbleibenden EORTC QLQ-C30-Werten verbunden, während die Werte mit der SOC zurückgingen oder gleichblieben. Insbesondere verbesserten sich bei Patienten mit ESR1m unter imlu der globale Gesundheitszustand (GHS)/die Lebensqualität (QOL) und die körperliche Funktionalität (PF), während sich die Werte unter SOC verschlechterten. Diese PRO-Ergebnisse spiegeln die PFS-Ergebnisse in dieser Gruppe wider.

Die meisten Fulvestrant-Empfängerinnen (72 %) berichteten über ISR zu irgendeinem Zeitpunkt während der Behandlung, mit einem Mittelwert von 31 % in der ersten Woche der ersten 6 Zyklen. Imlu + Abema im Vergleich zu Imlu zeigte bei allen Patientinnen eine weitgehend ähnliche Verschlechterung, mit minimalen Unterschieden in den mittleren Veränderungen der GHS/QOL- und PF-Scores. Die Patientinnen berichteten über ähnlich niedrige Raten von „häufigem“ oder „fast ständigem“ Durchfall unter Imlu (3 %) und SOC (2 %) und höhere Raten unter Imlu + Abema (22 %).

Imlunestrant punktet bei der Lebensqualität

Die PRO-Daten aus EMBER-3 zeigen, dass Patientinnen mit ESR1m unter Imlu im Vergleich zu SOC eine bessere GHS/QOL und PF aufwiesen, was die Ergebnisse der Wirksamkeit widerspiegelt. Während die Häufigkeit der CTCAE definierten ISRs gering war, zeigt die hohe Rate der PRO-CTCAE ISRs, dass diese klinisch relevanten unerwünschten Ereignisse von Ärzten unterschätzt werden.

Darüber hinaus wiesen alle Patientinnen unter Imlu + Abema im Vergleich zu Imlu eine vergleichbare GHS/QOL und PF auf. Insgesamt unterstützen diese Ergebnisse die Wirksamkeit und Sicherheit von Imlunestrant im Vergleich zu bestehenden SOC.

Dr. Annette Junker

Literatur:

  1. Curigliano J et al. Patient-reported outcomes (PROs) in patients with ER+, HER2- advanced breast cancer (ABC) treated with imlunestrant, investigator’s choice standard endocrine therapy, or imlunestrant + abemaciclib: Results from the phase III EMBER-3 trial. ASCO 2025, Abstract #1001
  2. Jhaveri KL et al. Imlunestrant with or without Abemaciclib in Advanced Breast Cancer. N Engl J Med 2025;392(12): 1189–202

Bilderquelle: © HockleyMedia24/peopleimages.com – Adobe Stock

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