Onkologie » Sonstiges

»

Frauenklinik Lübeck: Ausbildungsklinik zertifiziert

Gruppe junger Medizinerinnen und Mediziner bei einer praktischen Ausbildungseinheit in der gynäkologischen Chirurgie

Quelle: © andrey_orlov - stocke.adobe.com

Frauenklinik Lübeck: Ausbildungsklinik zertifiziert

Aktuelles

Onkologie

Sonstiges

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Die Frauenklinik des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, ist als erste Klinik in Norddeutschland von der Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und wiederherstellende Operationsverfahren in der Gynäkologie e.V. (AWOgyn) als Ausbildungsklinik zertifiziert worden – eine von nur vier Kliniken bundesweit mit dieser Auszeichnung.

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des UKSH, Campus Lübeck, ist als erste Klinik in Norddeutschland von der AWOgyn als Ausbildungsklinik zertifiziert worden – eine von bundesweit nur vier Kliniken mit dieser Auszeichnung. Die Zertifizierung erlaubt es der Klinik, angehende Fachärzt*innen nach höchsten Qualitätsstandards in ästhetischen, plastischen und wiederherstellenden Operationsverfahren der Gynäkologie auszubilden. Im Mittelpunkt stehen operative Techniken zur Verbesserung und Wiederherstellung des Erscheinungsbildes von Brust, Bauchdecke und weiblichem Genital. Geleitet wird das neue Ausbildungszentrum von Dr. Fabian Kohls, MHBA: „Die Zertifizierung ist eine besondere Auszeichnung für uns. Sie garantiert, dass angehende Gynäkolog*innen bei uns höchste und standardisierte Qualitätsstandards in der operativen Weiterbildung erhalten.“

Starke Grundlage: Expertise, Routine und ein einzigartiges Lehrbuch

Die Anerkennung als Ausbildungsklinik basiert auf verbindlichen Qualitätsstandards und einer langjährigen Expertise. Das Brustkrebszentrum des UKSH ist seit 2008 durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert und zählt zu den größten universitären Brustzentren Deutschlands. Jährlich werden am Campus Lübeck rund 800 senologisch-operative Eingriffe durchgeführt – darunter Rekonstruktionen, onkoplastische Verfahren, Korrekturen von Fehlbildungen, kosmetische und komplexe Brustoperationen sowie geschlechtsangleichende Eingriffe. Am Brustzentrum entstand zudem das derzeit einzige aktuelle Lehrbuch zur Brustchirurgie: der Atlas der Brustchirurgie.

Strukturierte Nachwuchsförderung mit Zukunft

Ein zentrales Anliegen des neuen Ausbildungszentrums ist die gezielte Förderung des gynäkologischen Nachwuchses. Ein strukturiertes Curriculum mit dem Ziel, die Qualifikation als Brustoperateur*in gemäß dem Ausbildungskatalog der AWOgyn zu erwerben, bildet die Grundlage. Ergänzt wird dies durch regelmäßige OP-Workshops und Hospitationen. Am Campus Lübeck sind Dr. Fabian Kohls und Prof. Dr. Maggie Banys-Paluchowski, Leiterin des Brustzentrums, bereits zertifiziert; zwei weitere Kolleg*innen befinden sich derzeit in der Ausbildung. Damit verbindet das UKSH hohe Behandlungsqualität mit strukturierter Weiterbildung und dem Anspruch, spezialisiertes Wissen in der Brustchirurgie nachhaltig weiterzugeben.

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck (UKSH) vom 09.07.2026

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Aerztin in Schutzkleidung und FFP2-Maske verabreicht einem jungen Patienten im Krankenhausbett eine Infusion mit genveraenderten Stammzellen

Erstmals erfolgreiche Behandlung mit CRISPR-Therapeutikum

Aktuelles

Der 19-jährige Mohammad ist der erste Patient mit Beta-Thalassämie, der im Zuge der Standardtherapie das auf der Genschere CRISPR basierende Medikament Exagamglogene Autotemcel erhalten hat. Das Medikament ist das erste zugelassene CRISPR-Therapeutikum.

Onkologie

Hämatologie

Beitrag lesen
Nahaufnahme eines schwarzen T-Shirts mit einer rosa Schleife auf der Brust einer Frau.

Brustkrebsmonat 2026: Bessere Behandlung und Versorgung

Aktuelles

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Die Versorgungsforschung wandelt sich durch neue Erkenntnisse und therapeutische Möglichkeiten dabei stetig.

Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Mammakarzinom

Beitrag lesen
Forschungsteam aus sechs Personen steht im Freien vor einem Klinikgebaeude und laechelt in die Kamera, Symbolbild fuer eine Studie zum Einfluss des Darmmikrobioms auf die CAR-T-Zelltherapie

Darmbakterien beeinflussen die Krebstherapie mit CAR-T-Zellen

Aktuelles

Nicht alle Tumore sprechen gleich auf die CAR-T-Zelltherapie an. Eine Studie zeigt jetzt, dass vor allem die Stoffwechselprodukte des Darmmikobioms die Krebstherapie fördern oder hemmen können.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen