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Gen-Schere macht Immuntherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs fit

Medizinische 3D-Illustration des Oberkoerpers mit hervorgehobenem Tumor in der Bauchspeicheldruese

Quelle: © Sebastian Kaulitzki – stock.adobe.com

Gen-Schere macht Immuntherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs fit

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: ärztliches journal onkologie

Prostaglandine blockieren Immuntherapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. LMU-Forscher nutzten Gen-Scheren, um diesen Signalweg auszuschalten, und ebneten so den Weg für neue zelluläre Therapieansätze.

Immuntherapien haben die Behandlung vieler Krebserkrankungen grundlegend geändert. Doch gerade bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigen Immuntherapien bisher keine Wirkung. Die Gründe dafür waren lange Zeit unbekannt. Vor kurzem konnten Münchener Forscher einen neuen Signalweg entdecken, der die wichtigsten Elemente von Immuntherapien hemmt. Sogenannte Prostaglandine – Botenstoffe der Entzündung, die normalerweise deren Kontrolle ermöglichen – werden von vielen Krebszellen in üppigem Umfang produziert. Dadurch werden Immunzellen, insbesondere T-Zellen, gehemmt, weshalb Immuntherapien, die überwiegend über diese Zellen agieren, nicht wirken können.

Die Arbeitsgruppe von Professor Sebastian Kobold am LMU Klinikum in München wollte sich nun mit der Entwicklung eines Ansatzes beschäftigen, was die Wirkung der Prostaglandine im Kontext zellulärer Therapien hemmt.

Die große Schwierigkeit war, dass es einerseits mehrere Sensoren der Prostaglandine auf T-Zellen gibt, andererseits sich diese kaum durch konventionelle Methoden detektieren lassen. Daher mussten die Forscher spezielle Verfahren entwickeln, um nachzuweisen, dass Prostaglandine auf den Zellen nicht wirken. Um die Sensoren auszuschalten, nutzten sie neueste Methoden der Gentechnik, sogenannte Gen-Scheren, die diese Sensoren gezielt aus therapeutischen T-Zellen ausschalten.

Zusammen mit einer internationalen Gruppe an Wissenschaftlern u. a. aus Boston und Tübingen, konnte das Münchener Team die Wirkung dieses Ansatzes in zahlreichen Modellen des Bauchspeicheldrüsenkrebses und anderer Erkrankungen zeigen. Die Ergebnisse wurden in der internationalen Fachzeitschrift Nature Biomedical Engineering veröffentlicht.

Diese Ergebnisse könnten somit den Weg ebnen für klinische Studien mit dieser Strategie, an denen das Team im Rahmen des Deutschen Konsortiums für translationale Krebsforschung (DKTK) nun arbeitet.

Originalpublikation:

Dörr J, Gregor L, Lacher SB et al. Ablation of prostaglandin E2 signalling through dual receptor knockout in CAR T cells enhances therapeutic efficacy in solid tumours. Nat. Biomed. Eng. 2026; 10: 697–710

Lacher SB, Dörr J, de Almeida GP et al. PGE2 limits effector expansion of tumour-infiltrating stem-like CD8+ T cells. Nature. 2024; 629: 417–425

Quelle: Pressemitteilung Wilhelm Sander-Stiftung

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