Essener Forschende untersuchen im Projekt ERASE, wie Lymphomzellen der Immunabwehr entkommen, mit dem Ziel, CAR-T-Zelltherapien dauerhaft wirksamer und schonender zu machen.
Das Verbundprojekt ERASE („Das Immun-Micromillieu als Zielstruktur in der Behandlung aggressiver Lymphome“) wird von einem Team um Prof. Dr. Christian Reinhardt von Essen aus koordiniert. Er arbeitet als Direktor der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation am Universitätsklinikum Essen. Gemeinsam mit Partner:innen aus mehreren deutschen Krebszentren untersuchen die Forschenden die sogenannte Tumor-Mikro-Umgebung. Damit ist die direkte Umgebung von Krebszellen gemeint, das heißt Immunzellen, Botenstoffe und Gewebe, die beeinflussen können, ob eine Therapie wirkt oder versagt.
Um besser zu verstehen, warum manche Lymphome empfindlich auf Immuntherapien reagieren, während andere resistent werden, analysieren die Forscher:innen Gewebe- und Blutproben von Patient:innen. Sie entschlüsseln die molekularen Eigenschaften von Tumoren und verfolgen, wie Krebs- und Immunzellen kommunizieren.
Ein Schwerpunkt liegt auf CAR-T-Zellen. Das sind körpereigene Immunzellen, die im Labor neu programmiert werden und Tumore bekämpfen sollen. Das ERASE-Team möchte herausfinden, wie sich diese Abwehrzellen leistungsfähiger und ausdauernder machen lassen. Im Fokus stehen die Signalwege TET2 und p38-MAPK, die wichtige Prozesse in Immunzellen steuern. „Erste Daten deuten darauf hin, dass die gezielte Hemmung der beiden Signalwege die Wirksamkeit der Therapie erhöhen könnte“, sagt Professor Reinhardt.
Quelle: Pressemitteilung Medizinische Fakultät Universität Essen Duisburg



