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Hepatobiliäre Karzinome: Ergänzende Immuntherapie macht den Unterschied

3D-Illustration einer Leber mit Zellnetzwerk und roten Signalen – Symbolbild für Leberkrebs, chronischen Zellstress und innovative Immuntherapie

Quelle: © Elena – stock.adobe.com

Hepatobiliäre Karzinome: Ergänzende Immuntherapie macht den Unterschied

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: ärztliches journal onkologie

Standard in der Therapie des nicht resezierbaren embolisationsfähigen hepatozellulären Karzinoms (eeHCC) ist die transarterielle Chemoembolisation (TACE). Eine zusätzliche Immuntherapie, z.B. mit dem STRIDE-Regime kann das hohe Progressionsrisiko nach TACE senken.

Das STRIDE-Regime besteht einer Priming-Dosis Tremelimumab (Anti-CTLA-4) und einer anti-PD-L1-Therapie mit Durvalumab. Das Überleben von Menschen mit fortgeschrittenem HCC konnte diese Therapie bereits verbessern. Nun kam sie in der Phase-3-Studie EMERALD-3 beim eeHCC zum Einsatz [1].

Wie Prof. Stephen Chan, Hong Kong, berichtete, erhielten die Patientinnen und Patienten der Gruppe A eine TACE plus STRIDE plus Lenvatinib. Der Arm B wurde mit TACE und STRIDE behandelt und der Arm C bildete die Kontrollgruppe, die nur die TACE erhielt. In den Basischarakteristika waren die drei Gruppen vergleichbar.    

Die Kombination aus TACE, STRIDE und Lenvatinib verbesserte das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zum Kontrollarm signifikant (HR 0,70). Der Anteil von Patientinnen und Patienten, die zwei Jahre progressionsfrei überlebten, lag bei 30,4% versus 19,3%. Hinsichtlich Gesamtüberleben zeigte sich auch schon ein positiver Trend. STRIDE plus TACE (Arm B) bewirkte eine signifikante Verlängerung des PFS (HR 0,71) und des Gesamtüberlebens (HR 0,70) verglichen mit TACE. Nach Einschätzung von Chan könnte das STRIDE-Regime aufgrund dieser Daten zu einer neuen Therapieoption beim eeHCC werden. In der adjuvanten Therapie des Gallengangskarzinom werden standardmäßig Chemotherapeutika wie Capecitabine oder Gemcitabin/Cisplatin eingesetzt. Die Rezidivraten sind jedoch auch nach potenziell kurativer Resektion hoch, wie Dr. Haley Ellis, Boston, ausführte. Die Ergänzung einer Gemcitabin/Cisplatin-Therapie mit Durvalumab konnte das Gesamtüberleben in der TOPAZ-1-Studie signifikant und anhaltend verlängern [2]. Die Gesamtmortalität war in der Immuntherapiegruppe signifikant um 25% niedriger als in der Gruppe mit ausschließlicher Chemotherapie; 48 Monate überlebten 11,8% versus 4,3%.

Angelika Bischoff

Literatur:

  1. Ghassan K et al. J Clin Oncol 2026; 44 (Nr.17, suppl), LBA4000
  2. Valle J et al. Oral presentation at EASL Liver Cancer Summit 22-24 Januar 2026. Edinburgh. UK.

Quelle: Symposium “At the forefront of hepatobiliary cancer treatment: expert discussions and case-driven insights”, ESMO-GI, München 1. bis 4. Juli 2026

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