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Infrarotbildgebung und Alpha-Therapie gegen Sarkome

Digitale 3D-Illustration einer rot leuchtenden Tumorzelle in einem Fokusraster als Symbolbild fuer Infrarotbildgebung und Alpha-Therapie gegen Sarkome

Quelle: © Елена Бутусова – stock.adobe.com

Infrarotbildgebung und Alpha-Therapie gegen Sarkome

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: ärztliches journal onkologie

Dresdner Forschende kombinieren Infrarotbildgebung mit gezielter Alpha-Strahlentherapie, um verbliebene Sarkomzellen nach der Operation sicher zu erkennen und zu zerstören.

Der Juli ist internationaler Aktionsmonat für Sarkome und lenkt die Aufmerksamkeit auf diese seltene Tumorerkrankung. Unter dem Begriff Sarkom werden bösartige Tumoren von Weichteilen und Knochen zusammengefasst, die aufgrund ihrer Vielfalt eine hochspezialisierte Diagnostik und Therapie erfordern. Da sie als eine seltene Erkrankung gelten, ist die Behandlung an spezialisierten Zentren wie dem Dresdner Sarkomzentrum am NCT/UCC Dresden von besonderer Bedeutung.

Bei Sarkomen ist es während einer Operation oft schwierig, alle Tumorzellen sicher zu erkennen und vollständig zu entfernen. Das Projekt „Fibroblast Activation Protein (FAP)-Targeted Probes for Image-Guided Resection and Adjuvant Therapy of Sarcoma – A Bimodal Strategy (FOCUS)“ unter der Leitung von Oliver Bruns, Professor für Funktionelle Bildgebung in der Operativen Onkologie am NCT/UCC Dresden, verfolgt daher einen innovativen Ansatz: Krebszellen sollen mithilfe eines spezifischen optischen Tracers sichtbar gemacht werden. In der Entwicklung arbeitet das Team dafür eng mit Partnern aus der Helmholtz-Gemeinschaft zusammen, darunter Prof. Matthias Miederer, ebenfalls Professor am NCT/UCC Dresden und Leiter der Forschungsgruppe für Translationale Bildgebung in der Onkologie, Prof. Oliver Plettenburg von Helmholtz Munich sowie Dr. Sven Stadlbauer vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, die beide als Medizinal- bzw. Radiochemiker die Kontrastmittel herstellen.

Durch eine moderne Infrarotbildgebung sollen selbst kleinste Tumorreste und einzelne Krebszellen zuverlässig erkannt werden. Im nächsten Schritt ist vorgesehen, die verbliebenen Krebszellen mittels einer Alpha-Strahlentherapie zu zerstören. Ziel ist es, Rückfälle zu verhindern, Behandlungsverläufe zu verkürzen und die Heilungschancen von Patientinnen und Patienten zu verbessern.

„Durch diese Kombination aus hochsensitiver Bildgebung und zielgerichteter Therapie könnte die Behandlung von Sarkomen deutlich präziser werden“, sagt Prof. Oliver Bruns. „Langfristig besteht das Potenzial, Rückfälle zu reduzieren und die Behandlungsergebnisse nachhaltig zu verbessern.“

Um Patientinnen und Patienten mit Sarkomen bestmöglich zu versorgen, bündelt das Sarkomzentrum am NCT/UCC Dresden spezialisierte Expertise und Infrastruktur. Das 2016 gegründete Zentrum ist Teil des Universitäts KrebsCentrums am NCT/UCC Dresden, das seit 2007 von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum gefördert wird.

Aus Sicht der Leitung des Sarkomzentrums am NCT/UCC Dresden sind solche Forschungsansätze dringend notwendig: „Sarkome erfordern aufgrund ihrer Seltenheit und biologischen Vielfalt eine hochspezialisierte, interdisziplinäre Behandlung. In unserem Zentrum bündeln wir Expertise aus Chirurgie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und weiteren Fachbereichen, um für jede Patientin und jeden Patienten eine individuell optimale Therapie zu entwickeln“, sagt Prof. Jürgen Weitz. „Forschung zu neuen Behandlungsansätzen wie die Kombination aus präziser Bildgebung und zielgerichteter Alpha-Therapie unterstützen wir daher sehr gern, wenn dies in der Zukunft bessere Therapien für unsere Patientinnen und Patienten ermöglicht“, ergänzt Prof. Klaus Schaser.

Quelle: Pressemitteilung Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT/UCC) Dresden

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