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Lebensstil kann Kinderkrebsüberlebende schützen

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Lebensstil kann Kinderkrebsüberlebende schützen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Komplikationen bei Überlebenden von Krebserkrankungen im Kindesalter senken. Zu diesem Ergebnis kommen zwei neue internationale Studien.

Kinder, die eine Krebserkrankung überleben, haben im späteren Leben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere chronische Gesundheitsprobleme – oft als Folge der Behandlung, die ihnen das Leben gerettet hat.

Zwei neue internationale Studien unter der Leitung von Forschenden der Universität Göteborg und des St. Jude Children’s Research Hospital zeigen nun, dass ein gesunder Lebensstil eine schützende Wirkung haben kann.

In einer in Nature Communications veröffentlichten Studie wurden über 18.000 Überlebende von Krebserkrankungen im Kindesalter über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren beobachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass ein großer Teil der chronischen Gesundheitsprobleme, die nach einer Krebserkrankung im Kindesalter auftreten, mit Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen und hohem Alkoholkonsum in Verbindung gebracht werden kann.  Es zeigte sich auch, dass diese Faktoren zusammen einen Anteil an der Krankheitslast im Erwachsenenalter ausmachen, der mit dem Anteil früherer Krebsbehandlungen wie Bestrahlung und Chemotherapie vergleichbar ist.

Der Lebensstil spielt eine große Rolle

„Dies zeigt, dass der Lebensstil eine viel größere Rolle spielt als bisher angenommen. Im Gegensatz zu den bereits verabreichten Behandlungen lässt sich der Lebensstil tatsächlich ändern“, sagt Aron Onerup, Kinderarzt und Forscher an der Universität Göteborg und ehemaliger Postdoktorand am St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis, USA.

Die zweite Studie, die in JACC: CardioOncology veröffentlicht wurde, konzentriert sich auf Menschen, die als Kinder oder Jugendliche wegen eines Hodgkin-Lymphoms behandelt wurden. Die Studie umfasste über 2.300 Überlebende dieser Erkrankung.

Die Studie zeigt, dass mangelnde regelmäßige körperliche Aktivität in dieser Gruppe zu einer 1,4-fach höheren Inzidenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Vergleich zur Gesamtkrankheitslast in der Allgemeinbevölkerung beiträgt, bzw. zu einer zwölfmal höheren Inzidenz, als durch unzureichende körperliche Aktivität in der Allgemeinbevölkerung erklärt werden kann – und das, obwohl die Unterschiede in den Lebensgewohnheiten nicht groß waren.

„Das bedeutet, dass körperliche Aktivität einen großen Unterschied bei der Verringerung des zusätzlichen Risikos machen kann, das nach einer Krebsbehandlung auftritt, und die negativen Auswirkungen von Krebsbehandlungen abmildern kann. Unsere Ergebnisse liefern eine starke wissenschaftliche Grundlage dafür, Überlebenden strukturierte Unterstützung für einen gesunden Lebensstil anzubieten“, sagt Aron Onerup.

Langfristige Unterstützung erforderlich

Gemeinsam zeigen die Studien, dass eine gesunde Lebensweise, insbesondere körperliche Aktivität und ein gesundes Körpergewicht, entscheidend zur Vorbeugung schwerer Erkrankungen bei Überlebenden von Krebserkrankungen im Kindesalter beitragen kann. Die Forschenden sind der Ansicht, dass die Ergebnisse dazu führen sollten, dass die Unterstützung bei der Lebensweise zu einem festen Bestandteil der langfristigen Nachsorge nach einer Krebserkrankung im Kindesalter wird.

„Dies haben wir teilweise bereits im nationalen Gesundheitsprogramm für die Langzeitnachsorge nach einer Krebserkrankung im Kindesalter berücksichtigt, indem wir die Bedeutung der Erfassung von Lebensgewohnheiten hervorgehoben haben“, sagt Aron Onerup. „Wir arbeiten nun daran, Wege zu entwickeln und zu testen, wie wir diese Menschen dabei unterstützen können, langfristig einen gesunden Lebensstil anzunehmen – durch Maßnahmen sowohl in der Kindheit und Jugend als auch im Erwachsenenalter.“

Originalpublikationen:

Onerup, A., Liu, Q., Izumi, S. et al. Potential for risk reduction of chronic health conditions through lifestyle in childhood cancer survivors. Nat Commun 17, 4605 (2026). https://doi.org/10.1038/s41467-026-73517-y

Onerup, A, Liu, Q, Izumi, S. et al. Potential of Exercise for Prevention of Cardiovascular Disease in Survivors of Childhood Hodgkin Lymphoma. J Am Coll Cardiol CardioOnc. 2026 Feb, 8 (1) .https://doi.org/10.1016/j.jaccao.2025.11.002

Quelle: Pressemitteilung Universität Göteborg 

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