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Millionenförderung für innovative Lehrprojekte

Medizinstudentin mit VR-Brille in einem Labor neben Mikroskop und Laptop

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Millionenförderung für innovative Lehrprojekte

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Die Medizinische Fakultät Bonn punktet erneut bei der Förderung „Freiraum“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre: Im April starten drei neue Lehrprojekte, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) und digitalen Technologien praxisnahes Lernen im Medizinstudium stärken sollen. Die Teams der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) erhalten dafür insgesamt mehr als eine Million Euro.

Im Rahmen von „Freiraum“ fördert die Stiftung Innovation in der Hochschullehre experimentelle Lehrprojekte, die durch ihr Innovationspotenzial überzeugen. Aus dem Bereich Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften werden in der nun beginnenden Förderperiode bundesweit 21 Projekte unterstützt – drei davon an der Medizinischen Fakultät Bonn.

„Die erneut mehrfache Förderung zeigt, wie viel Innovationspotenzial in der medizinischen Lehre unserer Fakultät steckt. Mit der Freiraum-Unterstützung können wir die Ausbildung in Bonn weiter zukunftsfähig gestalten“, sagt Prof. Bernd Weber, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Studiendekan Prof. Bernd Pötzsch ergänzt: „Digitale Formate können unsere Studierenden dabei unterstützen, sich noch gezielter auf den Klinikalltag vorzubereiten.“

Die drei geförderten Projekte im Überblick

Die ausgewählten Projekte setzen auf Virtual Reality (VR), Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Simulationen, um Studierenden realitätsnahe Lernumgebungen zu bieten. Das Projekt V-RAY der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) erhält rund 400.000 Euro: Mithilfe einer VR-Brille sollen Studierende und Fachkräfte in realitätsnahen Szenarien die Wirkung ionisierender Strahlung besser verstehen und Schutzmaßnahmen praxisnah üben. KI-gestütztes Feedback und Simulationen veranschaulichen dabei Vorgänge wie Strahlungsaufnahme und -streuung.

395.000 Euro erhält das KI-gestützte SkillsLab-Projekt der Augenklinik des UKB. Studierende können dort praktische und operative Fertigkeiten in einer sicheren Umgebung trainieren. Eine neu entwickelte KI-Software leitet sie schrittweise durch Operationsabläufe, zeichnet Übungseingriffe auf und stellt annotierte Lernversionen zur Verfügung. „Wir freuen uns, dass wir den Studierenden zukünftig eine Beteiligung an diesem innovativen Lehrprojekt anbieten können“, sagt Prof. Frank Holz, Direktor der Augenklinik des UKB.

Mit 287.000 Euro wird am Zentrum für Neurologie des UKB der Neurologische Okulomotoriksimulator (NOSI) entwickelt. Er soll Studierenden das Training der Untersuchung von Pupillenreaktionen und Augenbewegungen ermöglichen – eine zentrale Fertigkeit in der neurologischen Diagnostik, etwa bei der Notfallversorgung von Patient*innen mit Koma, Schwindel oder Doppelbildern. Die Anwendung soll nach Abschluss bundesweit kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Zur „Freiraum“-Förderung

Die Förderlinie „Freiraum“ schreibt die Stiftung Innovation in der Hochschullehre seit 2022 aus. In der Förderperiode 2026 werden bundesweit 143 Projekte über zwei Jahre gefördert – das Gesamtfördervolumen beträgt rund 46 Millionen Euro. Die 2020 gegründete Stiftung verfolgt mit bis zu 150 Millionen Euro Fördermitteln jährlich das Ziel, qualitativ hochwertige und international wettbewerbsfähige Lehre an deutschen Hochschulen zu stärken. Alle Mittel werden von Bund und Ländern bereitgestellt.

Quelle: Pressemitteilung der Universität Bonn vom 31.03.2026

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