Onkologie » Psychologie » Psychoonkologie

»

Neu an der UDE/am UK Essen: Prof. Dr. Eva-Maria Skoda – Wie belastet Krebs unsere Psyche?

Neu an der UDE/am UK Essen: Prof. Dr. Eva-Maria Skoda – Wie belastet Krebs unsere Psyche?

Aktuelles

Onkologie

Psychologie

Psychoonkologie

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Wer an körperlichen Krankheiten wie Krebs oder Corona leidet, erlebt das meist als absolute Ausnahmesituation – für Leib und Seele. Wie sie seelisch beeinflussen, erforscht Dr. Eva-Maria Skoda, neue Professorin für Psychoonkologie und Somatopsyche an der Medizinischen Fakultät der UDE. An der LVR-Klinik für Psychosomatische Medizin und dem UK Essen untersucht sie zudem, wie Menschen mit und nach COVID-19 psychisch besser versorgt werden können. Sie leitet am LVR zugleich die Sektion Somatopsyche.

Wie stark ihre Diagnose Krebskranke belastet und welche psychosomatischen Angebote notwendig sind, ist Schwerpunkt von Skodas Forschung. „Neben körperlichen Beschwerden verändert sich bei einer schweren Erkrankung auch die seelische Verfassung. Wir fragen unsere Patient:innen, wie es ihnen in dieser Situation geht und wie viel Unterstützung sie benötigen“, sagt die 35-Jährige. Die gemessenen Antworten werden am UK Essen über das elektronische psychoonkologische Screening (ePOS) erfasst. „Ziel ist es, maßgeschneiderte, auch digitale Angebote für sie zu entwickeln und anzubieten“, so Skoda. Diese Strategie soll nicht nur für Krebserkranke eingerichtet werden. Die UDE-Medizinerin möchte, dass die psychischen Belastungen bei allen Patient:innen erhoben werden, um möglichst für alle passende Hilfsangebote entwickeln zu können.

Darüber hinaus untersucht Eva-Maria Skoda mit Kolleg:innen in der deutschlandweit größten Studie „CoPE-Corona“, inwieweit die COVID-19-Pandemie uns alle psychisch belastet. Ihre Gruppe hat mit den Ergebnissen die Online-Intervention CoPE-it entwickelt. Das webbasierte Programm vermittelt etwa das Konzept der Achtsamkeit und Fähigkeiten, die in Ausnahmesituationen helfen können, erklärt Studienleiterin Skoda. Zudem beschäftigt sie sich mit dem Post-COVID-Syndrom-Komplex aus psychosomatischer Sicht und ist in die Post-COVID-Ambulanzen am UK Essen eingebunden.

Nach einem Medizinstudium (2007-2014) an der Universität Tübingen forschte Eva-Maria Skoda vier Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des dortigen Universitätsklinikums. Danach wechselte die Ärztin nach Essen ans LVR-Klinikum. Für ihre Habilitation (2021) untersuchte sie, wie sich die Corona-Pandemie auf Seele und Verhalten von Menschen auswirkt. Ihre Forschung wurde ausgezeichnet und mehrfach gefördert.

Quelle: Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen

Foto: Frank Preuß / UDE

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Grafische Darstellung von Nieren und Harnblase, in der die Blase rot aufleuchtet, als Symbol fuer neue Therapie bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen

Erstlinien-Erhaltungstherapie beim HR-NMIBC

Fachbeitrag

Für Patienten mit einem Hochrisiko – nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom (HR NMIBC) stellen die transurethrale Resektion der Blase (TUR-B) mit anschließender BCG-Instillation den derzeitigen Standard in der Therapie dar. Dabei ist trotz der BCG-Erhaltungstherapie eine hohe Rückfallquote mit bis zu 50 % innerhalb 3 Jahren auffällig. In dieser Situation setzt die vorliegende Studie an, indem sie den Einsatz von V940 in zwei Kohorten überprüft.

Onkologie

Urogenitale Tumoren

Urothel- und Blasenkarzinom

Beitrag lesen
wissenschaftliche Darstellung der Prostata mit einem hervorgehobenen Tumor. Es symbolisiert die Ergebnisse der VERSUS-Studie, die sich mit Prostatakrebs bei jungen Patienten unter 45 Jahren beschäftigt

Diagnostische Genauigkeit von ¹⁸F-PSMA-1007 bei Lokalrezidiven des PCa

Fachbeitrag

Diagnostische Genauigkeit von 18F-PSMA-1007 bei Lokalrezidiven im Kontext des biochemischen Rezidivs: Real-World-Evidence aus einer monozentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie – Studie AP 172/26 der AUO. Für Patienten mit einem biochemischen Rezidiv eines ...

Onkologie

Prostatakarzinom

Beitrag lesen
Farbcodiertes 3D-Strukturmodell des p53-Proteins mit zahlreichen ueberlagernden Konformationen als Darstellung seiner dynamischen Struktur

Dynamische Veränderung des p53 Proteins wird sichtbar

Aktuelles

Forschende konnten das Krebsprotein p53 sichtbar machen, wie sich das Krebsprotein ständig dynamisch verändert. Das Verständnis der Dynamik dieser Strukturen bietet einen neuen Ansatz.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen