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Neudiagnostiziertes Multiples Myelom (NDMM)

Darstellung von roten Blutkörperchen und weißen Blutkörperchen, passend zur Elranatamab NDMM Studie.

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Erschienen in: onkologie heute

Elranatamab (ELRA), induzierte bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom (RRMM) in der MagnetisMM-3-Studie bereits ein tiefes und dauerhaftes Ansprechen [1]. Während der EHA-Tagung 2025 wurden nun erste Ergebnisse der MagnetisMM-6-Studie vorgestellt, in der eine ELRA-Kombination mit einer der bisherigen Therapiestandards bei NDMM-Patienten, die nicht transplantationsfähig sind, verglichen werden soll.

Elranatamab ist ein bispezifischer B-Zell-Reifungsantigen (BCMA)-CD3-Antikörper. In der offenen, randomisierten Phase-3-Studie MAGNETISMM-6 soll die Kombination aus ELRA und Lenalidomid (R) ± Daratumumab (D) (EDR bzw. ER) mit der Therapiekombination aus D + R + Dexamethason (DRd) bei NDMM-Patienten, die nicht für eine Transplantation in Frage kommen, verglichen werden. In Teil 1 dieser Studie sollte die optimale Dosis von EDR bzw. ER bei Patienten mit RRMM oder NDMM untersucht werden, um die empfohlene Phase-3-Dosis für Teil 2 der Studie zu bestimmen. Die ersten Ergebnisse aus Teil 1 dieser Dosisfindung (DLG) wurden während des EHA-Kongresses vorgestellt [2].

Das Dosierungsschema

Insgesamt wurden 37 Patienten in die DLG aufgenommen. Sie erhielten subkutan (SC) ELRA zunächst mit einem Priming-Schema, gefolgt von ELRA 76 mg SC alle 4 Wochen (Q4W) im Zyklus (C) 1 Tag (D) 1; DARA 1800 mg s.c. wöchentlich (D1, D8, D15, D22 in C1-C2), alle 2 Wochen (D1, D15 in C3-C6) und Q4W (D1 in C7+); und oral R 25 mg täglich auf D1-D21 in 28-Tage-Zyklen. Zu den Endpunkten, die in der DLG bewertet werden, gehören die Sicherheit und die vorläufige Wirksamkeit.

Insgesamt wurden 37 Patienten in die DLG aufgenommen, 34 erhielten eine EDR-Therapie. Zum Datenstichtag (23. Dezember 2024) betrug die mediane Nachbeobachtungszeit 4,6 Monate. Die Behandlung lief noch bei 33 Patienten weiter. Die Toxizität entsprach der der einzelnen Wirkstoffe. So kam es bei 78,4 % (G3/4 70,3 %) der Patienten zu hämatologischen Nebenwirkungen. Das Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) trat bei 62,2% auf, alle ≤G2; von einem Fall vom Grad 2 des Immuneffektorzell-assoziierten Neurotoxizitätssyndrom (ICANS) wurde berichtet.

Sehr gutes und schnelles Ansprechen

Insgesamt sind 36 von 37 Patienten Responder, wobei zwei zum Zeitpunkt des Datenschlusses noch nicht bestätigt wurden. Die bestätigte Gesamtansprechrate (ORR) (95%KI) nach Prüfarzt betrug 91,9 % (78,1–98,3), 81,1 % mit sehr gutem partiellem Ansprechen (VGPR) oder besser. Bei Patienten, die ≥ 4 Monate vor dem Datenstichtag (n = 23) aufgenommen wurden, betrug die bestätigte ORR 95,7 % (78,1–99,9), alle mit VGPR oder besser. Die Rekrutierung in die Dosisstufe H zur Bewertung der ER-Kombination ist noch nicht abgeschlossen

Dr. Annette Junker

Literatur:

  1. Nat Med 2023 Sep; 29(9): 2259–267
  2. EHA 2025, Abstract S206

Quelle: EHA-Jahrestagung vom 12.–15. Juni 2025 in Mailand

Bilderquelle: © LASZLO – stock.adobe.com

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