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Neue Perspektiven: Fachgesellschaften fordern Zugang zu Daraxonrasib

Arzt übergibt einem Patienten einen grünen Blister mit weißen Tabletten während einer medizinischen Beratung

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Neue Perspektiven: Fachgesellschaften fordern Zugang zu Daraxonrasib

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Beim metastasierten Pankreaskarzinom könnte ein neuer Wirkstoff die Behandlung revolutionieren: Daraxonrasib, ein RAS-Inhibitor, zeigte in der Phase-III-Studie RASolute 302 signifikante Verbesserungen bei Ansprechen und Überleben. DGHO, AIO und DGVS fordern nun einen raschen Zugang für Patient*innen in Deutschland.

Vielversprechende Studiendaten wecken neue Hoffnung

Das metastasierte Pankreaskarzinom zählt zu den prognostisch ungünstigsten Krebserkrankungen. Während in frühen Stadien therapeutische Fortschritte erzielt wurden, bleibt die Behandlung fortgeschrittener Verläufe eine große klinische Herausforderung. Neue Daten zu Daraxonrasib, einem Inhibitor des RAS-Signalwegs, sorgen nun international für Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse der randomisierten Phase-III-Studie RASolute 302 – vorgestellt beim ASCO-Jahreskongress in Chicago und zeitgleich im New England Journal of Medicine publiziert – zeigen bei vorbehandelten Patient*innen mit metastasiertem Pankreasadenokarzinom gegenüber der Standardchemotherapie eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung: Ansprechraten, progressionsfreies Überleben und Gesamtüberleben wurden deutlich gesteigert. Expert*innen werten dies als potenziell bedeutenden Fortschritt, der künftig einen neuen Therapiestandard nach Versagen einer ersten Chemotherapie setzen könnte.

Fachgesellschaften fordern raschen Zugang für Patient*innen in Deutschland

Daraxonrasib ist bislang weltweit nicht zugelassen. Revolution Medicines plant eine rasche Einreichung der Zulassungsunterlagen bei FDA und EMA. In den USA wurde ein Early Access Program eingerichtet, das grundsätzlich auch nicht-amerikanischen Patient*innen offensteht – allerdings nur über ausgewählte US-Zentren. Ein Compassionate Use Program in Deutschland ist derzeit nicht vorgesehen. Vor diesem Hintergrund fordern die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), die Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) und die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass alle notwendigen Anstrengungen unternommen werden, um Daraxonrasib Betroffenen in Deutschland rasch zugänglich zu machen.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) vom 06.07.2026

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