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Neue Sicherheitstechnik macht CAR-T-Zelltherapie steuerbar

Forschungsteam in weißen Kitteln bei der Laborarbeit – Symbolbild für die Entwicklung der steuerbaren CAR-T-Zelltherapie

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Neue Sicherheitstechnik macht CAR-T-Zelltherapie steuerbar

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: ärztliches journal onkologie

Forschende entwickeln DROP CAR-System: Mit einem zugelassenen Medikament lässt sich die Aktivität von CAR-T-Zellen kontrollieren. Das soll Nebenwirkungen reduzieren und neue Therapien ermöglichen.

Forschende am Leibniz Institut für Immuntherapie (LIT), an der Ecole polytechnique fédérale Lausanne (EPFL), der ETH Zürich und der Universität Lausanne haben ein System entwickelt, das CAR T Zelltherapien sicherer und besser steuerbar machen soll. In Nature Chemical Biology veröffentlicht, stellt die neue Forschungsarbeit DROP CAR Systeme (Drug Regulated Off switch PPI CAR) vor, mit denen sich die Aktivität von CAR T Zellen über Venetoclax kontrollieren lässt – ein klinisch zugelassenes Medikament, das bereits bei Blutkrebserkrankungen eingesetzt wird. Diese Technologie kann die therapeutische Funktion von CAR-T-Zellen präzise modulieren, falls Nebenwirkungen auftreten.

„Die CAR T Zelltherapie hat die Behandlung von bestimmten Blutkrebserkrankungen revolutioniert, aber der Fortschritt bei vielen anderen Tumoren wird durch Sicherheitsbedenken gebremst“, erklärt Dr. Leo Scheller, Erstautor und Leiter der Forschungsgruppe Strukturbiochemie am LIT. „Neue Werkzeuge wie der DROP CAR sind ein Schritt hin zu neuen Behandlungsformen, die andernfalls zu riskant sein könnten.“

Schematische Darstellung des DROP-CAR-Systems im Vergleich zu konventionellen CAR-T-Zellen: Wirkstoff Venetoclax löst die extrazelluläre Domäne ab und trennt LD3 von Bcl-2

Kontrolle durch Protein Protein Interaktionen

Ein CAR besteht aus einem äußeren Teil, der aus der T Zelle herausragt und Krebszellen erkennt und einem intrazellulären Teil, der daraufhin Signale an das Innere der T Zelle weitergibt, um die Krebszelle abzutöten. Allerdings werden manchmal gesunde Zellen fälschlicherweise vom selben Mechanismus angegriffen. Beim DROP CAR werden diese beiden Rezeptorbestandteile in zwei getrennte Komponenten aufgespalten. Durch Zugabe des Medikaments Venetoclax löst sich der äußere Teil ab, sodass T Zellen von vornherein nicht mehr an andere Zellen binden können. Diese Methode wird voraussichtlich die Sicherheit von möglichen neuen CAR-T-Zelltherapien erhöhen.

Originalpublikation: Scheller L, Giordano Attianese GMP, Castellanos-Rueda R et al. Drug-controlled CAR T cells through the regulation of cell–cell interactions. Nat Chem Biol (2026)

Quelle: Pressemitteilung Leibniz-Institut für Immuntherapie

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