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Neuer Klinikdirektor für Neurochirurgie in Würzburg

Neurochirurg im weissen Kittel mit Brille steht in einem hellen Klinikflur und blickt in die Kamera

Quelle: © UKW / Anna Wenzl / UKW / Anna Wenzl

Neuer Klinikdirektor für Neurochirurgie in Würzburg

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Erschienen in: onkologie heute

Prof. Dr. Tareq Juratli ist Tumorexperte, mit den Schwerpunkten Neuroonkologie, Schädelbasischirurgie und Wirbelsäulenchirurgie. Am 01. Oktober tritt er die Stelle als neuer Direktor an.

Prof. Dr. Tareq Juratli wird neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Lehrstuhlinhaber für Neurochirurgie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Am 1. Oktober tritt er seine neuen Aufgaben an. Zuvor war Prof. Juratli als Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden tätig. Seit 2022 leitete Prof. Juratli zudem das dortige Neuroonkologische Zentrum am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC).

Der gebürtige Bonner ist seit rund 20 Jahren in der Neurochirurgie tätig und verfügt über umfassende operative Erfahrung in der Behandlung von Erkrankungen des Gehirns, der Schädelbasis und der Wirbelsäule. Die besonderen klinischen Schwerpunkte von Prof. Juratli liegen in der Neuroonkologie, der komplexen Schädelbasischirurgie und der Wirbelsäulenchirurgie. Dabei kommen mikrochirurgische, endoskopische und minimalinvasive Verfahren zum Einsatz. Ziel der Versorgung ist eine individuell abgestimmte Behandlung. Eine verständliche Aufklärung, die Einbindung der Angehörigen und eine umfassende postoperative Betreuung sind dabei für ihn von besonderer Bedeutung.

Mikrochirurgische Robotik und intraoperative Bildgebung

Die wissenschaftliche Arbeit von Prof. Juratli konzentriert sich auf die molekulare Charakterisierung von Tumoren des Gehirns und Rückenmarks sowie auf die Entwicklung neuer operativer Verfahren und Technologien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Mitentwicklung und klinischen Erprobung innovativer Instrumente, minimalinvasiver Zugangswege, intraoperativer Bildgebungsverfahren und mikrochirurgischer Robotik. Prof. Juratli verfolgt dabei translationale Ansätze, also die möglichst unmittelbare Überführung wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen in die operative Praxis sowie in neue diagnostische und therapeutische Verfahren für Patienten.

Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde Prof. Juratli mehrfach national und international ausgezeichnet, unter anderem von Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC), der American Association of Neurological Surgeons (AANS), der European Association of Neurosurgical Societies (EANS), dem Congress of Neurological Surgeons (CNS), der Society for Neuro-Oncology (SNO), der Hannelore-Kohl-Stiftung und der Stiftung Sibylle Assmus. Darüber hinaus warb Prof. Juratli umfangreiche Fördermittel der Europäischen Union, des Bundes und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein. Als Gutachter und Mitglied wissenschaftlicher Gremien engagiert sich Prof. Juratli zudem in nationalen und internationalen Fachgesellschaften.

Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW, erklärt: „Prof. Juratli wird mit seiner ausgewiesenen Expertise unser hoch spezialisiertes Versorgungsangebot auf dem Gebiet der Neurochirurgie optimal weiterentwickeln. Damit können wir die Behandlungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten in der Region und darüber hinaus weiter ausbauen. Wir heißen Prof. Juratli am UKW herzlich willkommen.“

Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg, ergänzt: „Mit seiner Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Neuroonkologie wird Prof. Juratli das wissenschaftliche Spektrum der Würzburger Universitätsmedizin hervorragend ergänzen. Davon wird auch das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) WERA profitieren.“

Prof. Juratli ist 44 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er studierte Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg und absolvierte seine neurochirurgische Ausbildung am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden.

Molekulare Charakterisierung von Hirntumoren

Einen wichtigen Teil seiner wissenschaftlichen Ausbildung verbrachte Prof. Juratli für zweieinhalb Jahre am Massachusetts General Hospital der Harvard Medical School in Boston. Dort beschäftigte er sich insbesondere mit der molekularen Charakterisierung von Hirntumoren und der Entwicklung zielgerichteter Therapien.

Weitere internationale klinische und wissenschaftliche Stationen führten Prof. Juratli unter anderem an die University of California, San Francisco, die University of Arkansas for Medical Sciences, die Ohio State University, die University of Oxford, die Yokohama City University sowie an das Huashan Hospital der Fudan University in Shanghai. Aus diesen Stationen und zahlreichen gemeinsamen Projekten ist ein breites internationales klinisch-wissenschaftliches Netzwerk entstanden.

In Würzburg sieht Prof. Juratli hervorragende Voraussetzungen, klinische Neurochirurgie, moderne Tumormedizin und technologische Innovation enger miteinander zu verbinden. Gemeinsam mit den Beschäftigten der Klinik und den angrenzenden Fachdisziplinen möchte Prof. Juratli die hochmoderne operative Versorgung, die interdisziplinäre Neuroonkologie und molekular ausgerichtete Behandlungskonzepte weiterentwickeln. Eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, regionalen und überregionalen Krankenhäusern, den Rettungsdiensten sowie den weiterbehandelnden Rehabilitations- und Nachsorgeeinrichtungen ist Prof. Juratli besonders wichtig.

Das wissenschaftliche Umfeld der Universität und des Universitätsklinikums, die Weiterentwicklung der Kopfklinik sowie die Strukturen des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) WERA bieten dafür besondere Chancen. Seine Erfahrungen vom NCT-Standort Dresden und sein internationales Netzwerk möchte Prof. Juratli nutzen, um neue Kooperationen aufzubauen und wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die klinische Anwendung zu überführen.

Auch persönlich freut sich Prof. Juratli gemeinsam mit seiner Familie auf Würzburg. Als begeisterter Wanderer freut sich Prof. Juratli besonders auf die Weinberge, den Main und die vielfältigen Möglichkeiten in der Umgebung.

„Ich möchte auf den hier vorhandenen hervorragenden Strukturen aufbauen und gemeinsam mit dem Team und unseren Partnern neue Wege gehen. Mein Ziel ist eine moderne Neurochirurgie, die operative Exzellenz mit molekularer Diagnostik, innovativen Technologien und anwendungsorientierter Forschung verbindet. Der Medizin-Standort Würzburg bietet hierfür exzellente Voraussetzungen. Entscheidend ist dabei, dass Innovation kein Selbstzweck bleibt, sondern unmittelbar unseren Patienten zugutekommt“, so Prof. Juratli.

Quelle: Pressemitteilung Universitätsklinikum Würzburg

Bildunterschrift: Prof. Dr. Tareq Juratli wird am 1. Oktober neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Lehrstuhlinhaber für Neurochirurgie.

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