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Realworld-Mortalitätsanalyse von CAR-T-Zell-Therapien beim aggressiven Non-Hodgkin-Lymphom

Nahaufnahme einer Infusionspumpe, die von medizinischem Personal mit Handschuhen eingestellt wird

Realworld-Mortalitätsanalyse von CAR-T-Zell-Therapien beim aggressiven Non-Hodgkin-Lymphom

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Erschienen in: onkologie heute

Chimäre Antigenrezeptor-T-Zell-Therapien (CAR-T) haben die Behandlung refraktärer Lymphome revolutioniert. Drei zugelassene Produkte – Tisagenlecleucel (Tisa-CEL), Axicabtagene Ciloleucel (Axi-CEL) und Lisocabtagene Maraleucel (Liso-CEL) – haben in klinischen Studien eine beeindruckende Wirksamkeit gezeigt. Um ihre Wirksamkeit im klinischen Alltag zu verstehen, sind jedoch Realworöd-Evidenz und -Beweise unerlässlich. Ziel der auf dem EHA 2025 in Mailand vorgestellten Studie ist es, die realen Mortalitätsraten von Tisa-cel, Axi-cel und Liso-cel über alle Indikationen hinweg über einen Zeitraum von drei Jahren nach der Infusion zu bewerten und zu vergleichen. Gibt es statistisch signifikante Unterschiede im Gesamtüberleben zwischen den drei CAR-T-Therapien bei Patienten mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL)?

Diese retrospektive Beobachtungsstudie nutzte den globalen TriNetX-Datensatz mit elektronischen Patientenakten von 228.062.680 Menschen (Datenstichtag: 19. Februar 2025). Identifiziert wurden die Patient*innen, die Tisa-cel, Axi-cel oder Liso-cel für alle Indikationen erhielten. Die Gesamtmortalität (unabhängig von der Todesursache und deren Zusammenhang mit der Therapie) wurde einen Monat, drei Monate, sechs Monate, ein Jahr und drei Jahre nach der CAR-T-Infusion ermittelt. Die Kaplan-Meier-Überlebensanalyse wurde durchgeführt, um das Überleben von DLBCL-Patienten für die drei Therapien drei Jahre nach Therapieende abzuschätzen.

Signifikanter Unterschied nachweisbar?

Für Tisa-cel (n = 1.140) betrugen die kumulativen Mortalitätsraten 2,6 % nach einem Monat, 7,0 % nach drei Monaten, 12,3 % nach sechs Monaten, 17,5 % nach einem Jahr und 23,7 % nach drei Jahren. Axi-cel (n = 1.850) zeigte zu den gleichen Zeitpunkten Mortalitätsraten von 2,2 %, 7,6 %, 13,5 %, 19,5 % und 24,3 %. Liso-cel (n = 440) wies Mortalitätsraten von 2,3 %, 4,5 %, 11,4 %, 15,9 % bzw. 18,2 % auf. Die Kaplan-Meier-Überlebensanalyse von DLBCL-Patienten ergab keine statistisch signifikanten Unterschiede im Gesamtüberleben zwischen den drei Therapien (Axi-cel vs. Tisa-cel-Kohorte: Log-Rank-Test: χ2 = 0,773, df = 1, p = 0,379). Die Hazard Ratio zwischen den Kohorten Axi-cel und Tisa-cel, Axi-cel und Liso-cel sowie Tisa-cel und Liso-cel betrug 0,903 (95%-KI: 0,719–1,134); 1,065 (95%-KI: 0,831–1,364); 1,163 (95%-KI: 0,856–1,582), was darauf hindeutet, dass kein signifikanter Unterschied im Risiko besteht.

Diese groß angelegte Praxisstudie liefert damit wertvolle Erkenntnisse zu den Mortalitätsraten im Zusammenhang mit drei zugelassenen CAR-T-Therapien für refraktäre Lymphome über einen Zeitraum von drei Jahren. Während die Mortalitätsraten zwischen den Therapien zu verschiedenen Zeitpunkten variierten, ergab die Überlebensanalyse von DLBCL-Patienten keine statistisch signifikanten Unterschiede im Gesamtüberleben. Diese Ergebnisse deuten auf konsistente Überlebensergebnisse unter realen Bedingungen hin, wie sie in zulassungsrelevanten klinischen Studien beobachtet wurden. Zukünftige Forschung sollte sich auf die Identifizierung von Mortalitätsprädiktoren und Strategien zur Risikominimierung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der therapeutischen Wirksamkeit verschiedener CAR-T-Produkte konzentrieren.

Quelle: Otasevic V et al. Three-year real-world mortality analysis of car-t therapies… (Abstract release date: 05/14/25) EHA Library. Otasevic V. 06/14/2025; 4161004; PS1930

Bilderquelle: © Peacock – Adobe Stock

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