Onkologie » Reisemedizin

»

Reisen trotz Bluthochdruck – was müssen Senioren beachten?

Reisen trotz Bluthochdruck – was müssen Senioren beachten?

Aktuelles

Onkologie

Reisemedizin

2 MIN

Erschienen in: ärztliches journal onkologie

„Besonders vor Fernreisen sollte der Blutdruck stabil eingestellt sein“, so Professor Dr. med. Robert Steffen vom Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich. Umso besser könnten Schwankungen durch Stress, Anstrengung, Schlafmangel, Zeitverschiebung oder Klimaveränderung abgefedert werden.

Um die Medikation während der Reise anpassen zu können, gehört ein persönliches Messgerät ins Gepäck speziell von Hypertonikern auf Rundreisen. Auch bei Patienten die zu einem ‚Weißkittel-Syndrom’ neigen sind Selbstmessungen vorzuziehen, obgleich auf Kreuzfahrtschiffen oder in großen Resorts Kontrollen in ‚Medical Stations’ möglich wären. Wie Steffen betont, besteht auf Reisen eher die Gefahr einer Über- als einer Unterdosierung der Dauermedikation: Besonders in heißen Klimaten, wenn die Hautgefäße sich weiten und der Patient schwitzt, kann der Blutdruck zu stark abfallen. Auch Aufenthalte in großen Höhen tragen zu einem Absinken des Blutdrucks bei. Durch Hitze oder Höhe inklusive Langstreckenflüge steige auch die Gefahr einer Dehydratation. „Unter diesen Bedingungen sollte der Blutdruck vor allem wenn Symptome auftreten, engmaschig kontrolliert werden“, sagt Steffen.

Es könnte auch sinnvoll sein, die Einnahme von Blutdrucksenkern aus der Klasse der Diuretika wie Hydrochlorothiazid (HCT) vorübergehend auszusetzen. Patienten, die diesen Wirkstoff einnehmen, sollten sich möglichst nicht der Sonne aussetzen, denn seit kurzen ist HCT in Verruf geraten, die Häufigkeit der Neuerkrankungen von nicht-melanomartigen bösartigen Tumoren der Haut, dem sogenannten weißen Hautkrebs, zu steigern. Ob diese oder andere Anpassungen der Medikation erforderlich sind, sollte mindestens vier bis sechs Wochen vor der Abreise geprüft werden.

Quelle: CRM Centrum für Reisemedizin

Bildquelle: © MEDIAIMAG – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Aerztin in Schutzkleidung und FFP2-Maske verabreicht einem jungen Patienten im Krankenhausbett eine Infusion mit genveraenderten Stammzellen

Erstmals erfolgreiche Behandlung mit CRISPR-Therapeutikum

Aktuelles

Der 19-jährige Mohammad ist der erste Patient mit Beta-Thalassämie, der im Zuge der Standardtherapie das auf der Genschere CRISPR basierende Medikament Exagamglogene Autotemcel erhalten hat. Das Medikament ist das erste zugelassene CRISPR-Therapeutikum.

Onkologie

Hämatologie

Beitrag lesen
Nahaufnahme eines schwarzen T-Shirts mit einer rosa Schleife auf der Brust einer Frau.

Brustkrebsmonat 2026: Bessere Behandlung und Versorgung

Aktuelles

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Die Versorgungsforschung wandelt sich durch neue Erkenntnisse und therapeutische Möglichkeiten dabei stetig.

Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Mammakarzinom

Beitrag lesen
Forschungsteam aus sechs Personen steht im Freien vor einem Klinikgebaeude und laechelt in die Kamera, Symbolbild fuer eine Studie zum Einfluss des Darmmikrobioms auf die CAR-T-Zelltherapie

Darmbakterien beeinflussen die Krebstherapie mit CAR-T-Zellen

Aktuelles

Nicht alle Tumore sprechen gleich auf die CAR-T-Zelltherapie an. Eine Studie zeigt jetzt, dass vor allem die Stoffwechselprodukte des Darmmikobioms die Krebstherapie fördern oder hemmen können.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen