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Rhodiola rosea reduziert Stresssymptome bei Krebspatientinnen

Bild von Rosenwurz

Quelle: © idea_studio – stock.adobe.com

Rhodiola rosea reduziert Stresssymptome bei Krebspatientinnen

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mgb medizin Redaktion

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3 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Brustkrebs geht häufig mit erheblichen psychischen Belastungen einher. Stress, Erschöpfung und psychosomatische Störungen begleiten viele Betroffene über die gesamte Behandlungs- und Nachsorgephase. Andre-R. Rotmann, Frankfurt am Main, stellte auf dem DKK eine nicht-interventionelle klinische Studie vor, die zeigte, dass der pflanzliche Wirkstoff Rhodiola rosea das wahrgenommene Stressniveau onkologischer Patient*innen signifikant senken kann.

Adaptogene zur Stressbewältigung in der Onkologie

Komplementäre und alternative Medizin (CAM) gewinnt in der onkologischen Versorgung stetig an Bedeutung. Adaptogene wie beispielsweise Rhodiola rosea, Ashwaganda oder Ginseng, gelten als natürliche Substanzen, die den Organismus bei der Anpassung an Stressbelastungen unterstützen und die psychische Resilienz fördern können sollen. Sie sollen sich durch eine normalisierende Wirkung auszeichnen, indem sie sowohl bei Hypo- als auch Hyperfunktion regulierend eingreifen und das Gleichgewicht wieder herstellen, erklärte Rotmann. Bislang fehlten jedoch klinische Daten zur subjektiven Wirksamkeit bei onkologischen Patient*innen mit akuten Stresssymptomen.

Studiendesign

Rotmann stellte Ergebnisse einer nicht-interventionellen klinischen Studie vor, in der er die Pharmakotherapie mit Rhodiola rosea, auch Rosenwurz genannt, bei Patient*innen mit Stresssymptomen untersuchte. 48 Patient*innen mit Stresssymptomen erhielten über vier Wochen zweimal täglich 200 mg des Wirkstoffs. Die Erfassung stressbedingter Symptome erfolgte wöchentlich mittels drei validierter Fragebögen: dem Perceived Stress Scale (PSS-10), dem Kurzfragebogen zur aktuellen Beanspruchung (KAB) sowie dem MLDL zur Erfassung der Lebensqualität. Die Auswertung erfolgte sowohl deskriptiv als auch analytisch.

Signifikante Verbesserungen bereits ab der ersten Woche

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der KAB-Gesamtscore nach vier Wochen signifikant von 4,3 ± 0,9 auf 3,6 ± 0,9 (p < 0,001) verbesserte. Die Verbesserung trat bereits in der ersten Behandlungswoche ein und setzten sich kontinuierlich fort. Die stärksten Verbesserungen wurden in Woche 4 beobachtet.

Auch im PSS-Score und im MLDL-Score zeigte sich eine signifikante Reduktion des wahrgenommenen Stressniveaus im Vergleich zu den Ausgangswerten. Darüber hinaus wurde eine signifikante Steigerung der Lebensqualität verzeichnet – insbesondere hinsichtlich des allgemeinen Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit.

Rotmann sagte, dass die Anwendung von Rhodiola rosea gut verträglich war.  Schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen wurden während des vierwöchigen Beobachtungszeitraums nicht berichtet. Man müsse jedoch mögliche Interaktionen mit anderen Medikamenten beachten.

Adaptogene als Baustein der integrativen Onkologie

Zusammenfassend betonte Rotmann die signifikante Verbesserung der Stresssymptomatik, die durch die Einnahme des Rhodiola rosea-Extrakts eintrat, sowie die gute Verträglichkeit. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Rhodiola rosea als wirksame phytotherapeutische Option in der onkologischen Nachsorge. Die Studie lieferte damit einen wichtigen Beitrag zur wachsenden Evidenzbasis für den Einsatz von Adaptogenen in der integrativen Onkologie.

Quelle: Rotmann, Andre-R. „Pharmakotherapie mit Rhodiola rosea bei Patient:innen mit Stresssymptomen: Ergebnisse einer nicht-interventionellen klinischen Studie.“ Vortrag im Rahmen der Sitzung „Best-of-Abstracts-Sitzung II: Supportive Therapie“ auf dem deutschen Krebskongress 2026.

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