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RRMM: Bispezifischer Antikörper Talquetamab rückt vor

Wissenschaftliche Darstellung von Plasmazellen, roten Blutkörperchen und Knochenmark, symbolisiert die Forschung und Behandlung des Multiplen Myeloms.

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RRMM: Bispezifischer Antikörper Talquetamab rückt vor

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

In der Phase-3-Studie MonumenTAL-3 führte die Hinzunahme des bispezifischen Antikörpers Talquetamab zur Standardtherapie beim rezidivierten bzw. refraktären multiplen Myelom (RRMM) zu einem signifikant längeren progressionsfreien Überleben.

Talquetamab – ein subkutan verabreichter bispezifischer Antikörper, der gleichzeitig an GPRC5D auf Myelomzellen und CD3 auf T-Zellen bindet – ist aktuell zugelassen als Monotherapie bei Patienten mit RRMM, die zuvor mindestens drei Therapielinien erhalten haben. Beim EHA wurde eine Interimsanalyse der randomisierten dreiarmigen Phase-3-Studie MonumenTAL-3 vorgestellt, in der Talquetamid ab der 2. Therapielinie in Kombination mit dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab plus Pomalidomid (Tal-DP) oder in Kombination mit Daratumumab allein (Tal-D) eingesetzt wurde. Die Kontrollgruppe erhielt die etablierte DPd-Therapie (Daratumumab/Pomalidomid/Dexamethason).

Eingeschlossen in die MonumenTAL-3-Studie wurden insgesamt 864 Patient:innen mit RRMM nach mindestens einer Vortherapie einschließlich Lenalidomid und einem Proteasom-Inhibitor. Im Schnitt hatten die Patienten vorher 2 Therapielinien erhalten (Bandbreite von 1 bis 8). 85,1 % bzw. 93,4 % der Patienten waren refraktär gegenüber Lenalidomid bzw. der letzten Therapielinie.

Deutlicher Benefit der neuen Schemata

Die Interimsanalyse erfasst den Stand nach 24 Monaten. Zu diesem Zeitpunkt war mit Blick auf das progressionsfreie Überleben (PFS) ein deutlicher Benefit der beiden experimentellen Kombinationsregime Tal-DP und Tal-D gegenüber der DPd-Standardtherapie festzustellen. Die PFS-Raten nach 24 Monaten lagen bei 81,3 % und 77,6 % versus 51,2 %. Der PFS-Benefit war konsistent in allen klinisch relevanten Subgruppen. Zudem waren die Gesamtansprechraten (ORR) unter den neuen Therapieschemata höher als unter der Standardtherapie (88,2 %, 88,5 %, 77,6 %). Die ≥CR-Raten (Komplettremission bzw. tieferes Ansprechen) lagen bei 71,1 % und 69,0 % versus 34,5%. 52,3 % und 46,3 % versus 15,9 % der Patienten erreichten MRD-Negativität und Komplettremission. Die Hazard Ratios für das Gesamtüberleben (OS) lagen – bezogen auf DPd – bei 0.47 für Tal-DP und 0.51 für Tal-D. Alle Unterschiede zur Standardtherapie waren statistisch signifikant.

Nebenwirkungen vom Grad 3/4 bzw. Grad 5 wurden gesehen unter Tal-DP bei  96,7% bzw.1.8% der Patienten, unter Tal-D bei 78,8 % bzw. 4,0 % und unter DPd bei 95,8 % bzw. 4,6 %. Schwere Zytopenien traten bei 87,7 %, 51,8 % und 89,0 % der Patienten auf.

Quelle: Phase 3, randomized study of Talquetamab (Tal) plus Daratumumab (dara) ± Pomalidomide (pom) vs dara plus pom and Dexamethasone (dpd) in relapsed/refractory multiple myeloma (RRMM): MonumenTAL-3. Abstract: EHA-2503

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