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Stefan Pfister erhält Ammann-Preis für Kinderkrebsforschung

Portrait Stefan Pfister vor Klinikgebäude (verpixelt) – Direktor des Hopp Kindertumorzentrums Heidelberg, ausgezeichnet mit dem Ammann Preis für Kinderkrebsforschung

Quelle: © Jutta Jung/DKFZ

Stefan Pfister erhält Ammann-Preis für Kinderkrebsforschung

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Stefan Pfister, Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg, wird mit dem Ammann-Preis für seine wegweisende Forschung zu Diagnose und Therapie kindlicher Hirntumoren geehrt.

Die Auszeichnung würdigt Stefan Pfisters wegweisende Beiträge zur Erforschung kindlicher Hirntumoren. Als Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Kinderonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) hat er die molekulargenetische Charakterisierung von Hirntumoren entscheidend vorangebracht. 

Stefan Pfisters Forschung führte zur Identifizierung mehrerer bislang unbekannter genetischer Veränderungen, die zur Entstehung verschiedener Hirntumorarten bei Kindern und Jugendlichen beitragen. Darunter befinden sich Mutationen, die neue therapeutische Angriffspunkte eröffnen, ebenso wie genetische Veränderungen, die auf erbliche Krebsveranlagung hinweisen. Seine Arbeiten haben maßgeblich dazu beigetragen, biologische Grundlagen von kindlichen Hirntumoren besser zu verstehen und präzisere, individuell zugeschnittene Therapien zu ermöglichen. 

Ein weiterer Meilenstein ist die Mitentwicklung einer neuen, molekular basierten Klassifikation von Hirntumoren, die inzwischen Eingang in die internationale WHO-Klassifikation gefunden hat. Grundlage hierfür ist ein in Heidelberg entwickeltes KI-basiertes Verfahren zur sogenannten DNA-Methylierungsanalyse. Diese Methode wird heute weltweit eingesetzt, um kindliche Tumoren präzise zu diagnostizieren und Patientinnen und Patienten die jeweils bestmögliche Therapie empfehlen zu können.

Im Jahr 2016 initiierte Stefan Pfister die Gründung des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ). Das KiTZ vereint erstmals in Deutschland Forschung und klinische Versorgung von krebskranken Kindern und Jugendlichen unter einem Dach und schafft so ideale Voraussetzungen für die schnelle Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in innovative Therapien. 

Seit 2012 leitet Pfister die Abteilung für Pädiatrische Neuroonkologie am DKFZ. Er ist Professor an der Medizinischen Fakultät Heidelberg und Kinderonkologe am Universitätsklinikum Heidelberg. Darüber hinaus engagiert er sich in führenden europäischen Forschungsinitiativen mit dem Ziel, neue, wirksamere und zugleich schonendere Krebstherapien für Kinder zu entwickeln. 

„Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für mich und das gesamte Team“, sagt Stefan Pfister. „Ich danke der Thomas und Doris Ammann Stiftung und dem Universitäts-Kinderspital Zürich sehr herzlich für diese herausragende Anerkennung. Der Preis unterstreicht die Bedeutung internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit in der pädiatrischen Krebsforschung. Er ist zugleich Ansporn, unsere Forschung auch weiterhin mit aller Kraft und im Sinne unserer Patienten voranzutreiben, um die Heilungschancen für krebskranke Kinder weiter zu verbessern und Langzeit-Folgen zu reduzieren.“ 

Zu den zahlreichen wissenschaftlichen Auszeichnungen Stefan Pfisters zählen unter anderem der Deutsche Krebspreis (2013), der Léopold Griffuel Award (2021), der Landesforschungspreis Baden-Württemberg (2022) sowie der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2023). 

Quelle: Pressemitteilung Deutsches Krebsforschungszentrum

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