Im Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“ präsentieren die Forschenden des KIT ihre aktuellen Arbeiten. Darunter auch eine neue Krebstherapie.
Die Strahlentherapie zählt zu den wirksamsten Methoden der Krebsbehandlung. Bisher sind dafür jedoch große und teure Anlagen, aufwendige Abschirmungen, viel Energie und speziell geschultes Personal nötig. Forschende des KIT arbeiten deshalb gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) im Projekt UCART an einem winzigen, lasergetriebenen Elektronenbeschleuniger. Als Aufsatz eines Endoskops könnte er in den Körper eingebracht werden und ultrakurze, hochintensive Elektronenpulse direkt am Tumor erzeugen. „Wir denken die Strahlentherapie neu: Statt großer Anlagen soll künftig ein winziger Beschleuniger direkt am Tumor wirken und die Behandlung damit präziser und schonender machen“, sagt Professorin Anke-Susanne Müller , Leiterin des Instituts für Beschleunigerphysik und Technologie (IBPT) am KIT. Durch den lasergetriebenen Ansatz könnte die Größe heutiger Beschleuniger um mehr als das Tausendfache schrumpfen – von etwa einem Meter auf weniger als einen Millimeter. „Langfristig könnte das kompakte, stromsparende Gerät moderne Strahlentherapien auch in kleinen Einrichtungen und Regionen mit schwacher medizinischer Infrastruktur zugänglich machen“, sagt Matthias Fuchs, Professor am IBPT. Noch steht das Projekt am Anfang, erste Tests einer Hochdosisleistungstherapie deuten jedoch darauf hin, dass das Immunsystem positiv auf die neue Form der Bestrahlung reagiert.
Quelle: Pressemitteilung Karlsruher Institut für Technologie





