Onkologie » Sonstiges

»

Winzige Elektronenbeschleuniger für die Krebstherapie

3D-Illustration einer Krebszelle im Blutkreislauf, die von einem Fadenkreuz als Zielstruktur für eine zielgerichtete Tumortherapie markiert wird

Quelle: © freshidea - stocke.adobe.com

Winzige Elektronenbeschleuniger für die Krebstherapie

Aktuelles

Onkologie

Sonstiges

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Im Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“ präsentieren die Forschenden des KIT ihre aktuellen Arbeiten. Darunter auch eine neue Krebstherapie.

Die Strahlentherapie zählt zu den wirksamsten Methoden der Krebsbehandlung. Bisher sind dafür jedoch große und teure Anlagen, aufwendige Abschirmungen, viel Energie und speziell geschultes Personal nötig. Forschende des KIT arbeiten deshalb gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) im Projekt UCART an einem winzigen, lasergetriebenen Elektronenbeschleuniger. Als Aufsatz eines Endoskops könnte er in den Körper eingebracht werden und ultrakurze, hochintensive Elektronenpulse direkt am Tumor erzeugen. „Wir denken die Strahlentherapie neu: Statt großer Anlagen soll künftig ein winziger Beschleuniger direkt am Tumor wirken und die Behandlung damit präziser und schonender machen“, sagt Professorin Anke-Susanne Müller , Leiterin des Instituts für Beschleunigerphysik und Technologie (IBPT) am KIT. Durch den lasergetriebenen Ansatz könnte die Größe heutiger Beschleuniger um mehr als das Tausendfache schrumpfen – von etwa einem Meter auf weniger als einen Millimeter. „Langfristig könnte das kompakte, stromsparende Gerät moderne Strahlentherapien auch in kleinen Einrichtungen und Regionen mit schwacher medizinischer Infrastruktur zugänglich machen“, sagt Matthias Fuchs, Professor am IBPT. Noch steht das Projekt am Anfang, erste Tests einer Hochdosisleistungstherapie deuten jedoch darauf hin, dass das Immunsystem positiv auf die neue Form der Bestrahlung reagiert.

Quelle: Pressemitteilung Karlsruher Institut für Technologie

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Aerztin in Schutzkleidung und FFP2-Maske verabreicht einem jungen Patienten im Krankenhausbett eine Infusion mit genveraenderten Stammzellen

Erstmals erfolgreiche Behandlung mit CRISPR-Therapeutikum

Aktuelles

Der 19-jährige Mohammad ist der erste Patient mit Beta-Thalassämie, der im Zuge der Standardtherapie das auf der Genschere CRISPR basierende Medikament Exagamglogene Autotemcel erhalten hat. Das Medikament ist das erste zugelassene CRISPR-Therapeutikum.

Onkologie

Hämatologie

Beitrag lesen
Nahaufnahme eines schwarzen T-Shirts mit einer rosa Schleife auf der Brust einer Frau.

Brustkrebsmonat 2026: Bessere Behandlung und Versorgung

Aktuelles

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Die Versorgungsforschung wandelt sich durch neue Erkenntnisse und therapeutische Möglichkeiten dabei stetig.

Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Mammakarzinom

Beitrag lesen
Forschungsteam aus sechs Personen steht im Freien vor einem Klinikgebaeude und laechelt in die Kamera, Symbolbild fuer eine Studie zum Einfluss des Darmmikrobioms auf die CAR-T-Zelltherapie

Darmbakterien beeinflussen die Krebstherapie mit CAR-T-Zellen

Aktuelles

Nicht alle Tumore sprechen gleich auf die CAR-T-Zelltherapie an. Eine Studie zeigt jetzt, dass vor allem die Stoffwechselprodukte des Darmmikobioms die Krebstherapie fördern oder hemmen können.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen