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Drei neue Krankheitsgene als Auslöser identifiziert

Makula-Aufnahme

Drei neue Krankheitsgene als Auslöser identifiziert

Praxiswissen

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Forscher des IOB haben in Zusammenarbeit mit einem breit aufgestellten internationalen Team Mutationen in drei Genen, die Untereinheiten des vesikulären AP-5-Komplexes kodieren, als neue Ursache der hereditären Makuladystrophie identifiziert.

Es handelt sich dabei um eine Form der erblichen Netzhauterkrankung (IRD), die zu fortschreitendem Sehverlust führt. In dieser im American Journal of Human Genetics (AJHG) veröffentlichten Studie untersuchte das Forschungsteam des Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB) 22 betroffene Personen aus 19 nicht verwandten Familien, die alle ein konsistentes Muster der Makuladegeneration aufwiesen.

Durch umfassende genetische Analysen entdeckten sie, dass rezessive Varianten in drei Genen – AP5Z1, AP5M1 und AP5B1 – unabhängig voneinander diese spezifische Form der erblichen Blindheit verursachen. Diese Gene kodieren verschiedene Untereinheiten des Fünften Adapterprotein-Komplexes (AP-5), der eine entscheidende Rolle beim intrazellulären Transport und der Aufrechterhaltung der ordnungsgemäßen lysosomalen Funktion spielt.

„Lysosomale Makuladystrophie“

Das retinale Pigmentepithel (RPE), eine Zellschicht, die die Photorezeptorzellen stützt und ernährt, könnte besonders von einer Funktionsstörung des AP-5-Komplexes betroffen sein. Das Forschungsteam konnte nachweisen, dass AP-5-Proteine ​​im menschlichen RPE vorhanden sind und sich mit Markern der späten Endosomen und des Golgi-Apparats kolokalisieren. Dies deutet auf ihre Bedeutung für normale Zellprozesse in diesem wichtigen Gewebe hin. Basierend auf diesen Erkenntnissen schlagen die Forscher vor, diese Erkrankung als „lysosomale Makuladystrophie“ zu klassifizieren. Dies unterstreicht den Zusammenhang mit lysosomalen Speicherkrankheiten und schafft einen Rahmen für zukünftige Forschung und klinisches Management.

Diese Arbeit stellt einen bedeutenden Fortschritt dar, da bei etwa 20 bis 50 Prozent der Betroffenen immer noch keine eindeutige genetische Diagnose der IRD vorliegt. Durch die Identifizierung der Beteiligung des AP-5-Komplexes an der Makulagesundheit erweitert diese Entdeckung nicht nur das Verständnis der genetischen Architektur von IRD, sondern bietet auch neue diagnostische Möglichkeiten für Personen, die sich zuvor genetischen Tests unterzogen haben, ohne ein eindeutiges Ergebnis zu erhalten.

Lesen Sie hier die vollständige Studie mit dem Titel „Biallelische Varianten in drei Genen, die unterschiedliche Untereinheiten des vesikulären AP-5-Komplexes kodieren, verursachen hereditäre Makuladystrophie“.

Quelle: IOB-Pressemitteilung vom 12.03.2025

Bilderquelle: © IOB, 2025

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