Ophthalmologie » Sonstiges

»

FEBO: Europäische Facharztprüfung nun auch in Deutschland möglich

Gruppenbild mit Memorandum

FEBO: Europäische Facharztprüfung nun auch in Deutschland möglich

Berufspolitik

Ophthalmologie

Sonstiges

3 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Ab 2025 wird die Prüfung für den Europäischen Facharzttitel „Fellow of the European Board of Ophthalmology (FEBO)“ regelmäßig auch in Deutschland abgelegt werden können. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die DOG  und das European Board of Ophthalmology (EBO) vor Kurzem in Berlin unterzeichnet.

Demnach soll die FEBO-Prüfung alle zwei Jahre – in jedem ungeraden Jahr – während des DOG-Kongresses in Berlin stattfinden, in geraden Jahren dagegen wie bisher in Paris. Mit dem Angebot, eine weitere Plattform für die Präsenzprüfungen zur Verfügung zu stellen, trägt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft DOG dazu bei, auf europäischer Ebene den hohen Standard der ophthalmologischen Behandlung in ganz Europa zu fördern und zu festigen.

Ophthalmologische Expertise bündeln

Das European Board of Ophthalmology (EBO) ist die Europäische Fachgesellschaft für Augenheilkunde. Sie wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, die ophthalmologische Expertise in den Ländern der EU, in Norwegen und der Schweiz zu bündeln. „Durch die internationale Zusammenarbeit konnten in den vergangenen 30 Jahren höchste wissenschaftliche Standards in der augenheilkundlichen Forschung, Lehre und Versorgung etabliert werden“, sagt DOG-Generalsekretär Prof. Dr. Claus Cursiefen, der die aktuelle Absichtserklärung für die DOG mitunterzeichnete.

Prüfung als Grundpfeiler

Die Prüfung zum Fellow of the European Board of Ophthalmology (FEBO) ist einer der Grundpfeiler der europaweiten Kooperation. Die mehrstündige Prüfung, die sich in einen Theorie- und einen an Fallbeispielen orientierten Praxis-Teil gliedert, ersetzt in verschiedenen europäischen Ländern die Facharztprüfung für Augenheilkunde. In Deutschland ist das noch nicht der Fall. „Für deutsche Augenärztinnen und Augenärzte ist der FEBO ein Nachweis einer hohen Kompetenz. Mit dem Angebot, diese Prüfung künftig auch in Deutschland ablegen zu können, senden wir ein starkes Signal der europäischen Kooperation “, so Prof. Dr. Siegfried Priglinger, Präsident der DOG.

Exzellenz und Innovation

Die FEBO-Prüfung, an der jedes Jahr mehrere Hundert angehende Fachärztinnen und Fachärzte für Ophthalmologie aus ganz Europa teilnehmen, fördert den Wissensaustausch zwischen den angeschlossenen nationalen Fachgesellschaften. „Die Zusammenarbeit in der FEBO-Prüfung schafft eine Atmosphäre der Exzellenz und der Innovation, die auf das ganze Fachgebiet ausstrahlt“, erklärt der DOG-Präsident. Indem man länderübergreifend voneinander lerne, trage man gemeinschaftlich zum Fortschritt in der ophthalmologischen Forschung und Lehre bei. „Über die FEBO-Prüfung kommt dieser Fortschritt dann direkt in der augenärztlichen Versorgungspraxis an“, betont Cursiefen die Bedeutung des Examens, „und damit auch bei unseren Patientinnen und Patienten.“

Quelle: Pressemitteilung der DOG vom 13.11.2024

Foto: DOG/Axel Nokolaus

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Porträt von Prof. Volker Busskamp.

Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt

Aktuelles

Die mit dem Medizin-Nobelpreis 2026 ausgezeichnete Optogenetik eröffnet neue Möglichkeiten für die Analyse neuronaler Netzwerke und degenerativer Netzhauterkrankungen. Prof. Volker Busskamp ordnet die Bedeutung der Technologie für die ophthalmologische Forschung ein.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen
Eröffnungsveranstaltung des DOG-Kongresses 2026 zum Leitthema „Augenheilkunde ohne Grenzen“.

Grenzenlos vernetzt: DOG 2026 setzt Impulse für bessere Versorgung

Kongress

Mit 4.657 Teilnehmenden stand die DOG 2026 ganz im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit. Unter dem Motto „Augenheilkunde ohne Grenzen“ diskutierten Teilnehmende neue Wege für Vernetzung, Wissenstransfer und zukunftsorientierte Patientenversorgung.

Ophthalmologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Die Albrecht-von-Graefe-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die DOG vergibt und wird laut Statuten alle zehn Jahre „demjenigen zuerkannt, der sich unter den Zeitgenossen – ohne Unterschied der Nationalität – die größten Verdienste um die Förderung der Ophthalmologie erworben hat.“ Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren und wurde durch die DOG-Mitgliederversammlung bestätigt. Albrecht von Graefe entwickelte 1857 eine neue Operationsmethode bei Grünem Star. Erster Träger der Albrecht-von-Graefe-Medaille war 1886 Hermann von Helmholtz, der den Augenspiegel zur Untersuchung des Augeninneren erfand. In 2016 wurde die Albrecht-von-Graefe-Medaille zuletzt an Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Eberhart Zrenner für seine Forschungsarbeiten zur Netzhautfunktion sowie für die Entwicklung des elektronischen Retina-Implantats verliehen, das blinden Menschen mit Retinitis pigmentosa ein orientierendes Schwarz-Weiß-Sehen ermöglicht.

DOG verleiht Alan Bird die Albrecht-von-Graefe-Medaille

Kongress

Die DOG hat den britischen Retina-Spezialisten Alan C. Bird mit der Albrecht-von-Graefe-Medaille ausgezeichnet. Die höchste Ehrung der Fachgesellschaft würdigt seine wegweisenden Beiträge zur Erforschung von Netzhauterkrankungen und zur modernen Retina-Medizin.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen