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Förderung für AMD-Forschung mit Flüssigbiopsien

Porträtfoto Julian Wolf

Förderung für AMD-Forschung mit Flüssigbiopsien

Panorama

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Eine Neue Emmy-Noether-Gruppe an der Universitäts-Augenklinik Freiburg erforscht die Ursachen der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Krankheitsmechanismen sollen mit Hilfe maschinellen Lernens und durch  Flüssigbiopsien aufgeklärt werden.

Um die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) besser zu verstehen, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe unter Leitung von Dr. Julian Wolf, Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg und Forschungsgruppenleiter an der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. Das Projekt wird mit insgesamt rund 1,6 Millionen Euro über sechs Jahre unterstützt. Durch die Kombination von hochauflösenden molekularen Analysen und maschinellem Lernen sollen erstmals bislang unbekannte Krankheitsmechanismen der AMD entschlüsselt werden.

„Ich freue mich sehr über die Förderung, denn um AMD wirksam behandeln zu können, brauchen wir dringend ein tieferes Verständnis dieser komplexen Krankheit“, sagt Wolf. „Nur wenn wir verstehen, wie genau sich die Krankheit in den verschiedenen Stadien entwickelt, können wir gezielt neue Therapien entwickeln.“ Man hoffe, mit diesem Projekt einen Beitrag leisten zu können, um betroffenen Menschen in Zukunft möglichst früh helfen zu können – idealerweise noch bevor schwere Sehbeeinträchtigungen aufträten.

Flüssigbiopsien aus dem Auge liefern neue Einblicke

Ein zentrales Problem bei der AMD-Forschung ist, dass klassische Gewebeproben aus der lichtempfindlichen Netzhaut nicht entnommen werden können, ohne das Sehen zu gefährden. Das Team um Wolf setzt deshalb auf sogenannte Flüssigbiopsien aus dem Kammerwasser des Auges, das während Augenoperationen gewonnen wird. In dieser klaren Flüssigkeit untersuchen die Forschenden die Zusammensetzung der Proteine und die Aktivität der umliegenden Zellen. Mit Hilfe von maschinellem Lernen lassen sich daraus erstmals Rückschlüsse ziehen, welche Zelltypen und Signalwege in frühen und späten Krankheitsstadien verändert sind.

„Ich freue mich sehr, dass dieses zukunftsweisende Forschungsprojekt an unserer Klinik für Augenheilkunde durchgeführt wird und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft so großzügig unterstützt wird“, sagt Prof. Dr. Thomas Reinhard, Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg.

Quelle: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. B., Pressemitteilung vom 15.05.2025

Bildquelle:© Universitätsklinikum Freiburg

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