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Neue Stiftungsprofessur stärkt digitale Medizin und KI

Neue Stiftungsprofessur stärkt digitale Medizin und KI

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Hinterer Augenabschnitt

3 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Die Stiftung Auge der DOG fördert eine neue W2-Stiftungsprofessur für Digitale Medizin und Künstliche Intelligenz in der Universitäts-Augenklinik Hamburg-Eppendorf. Die Professur setzt neue Maßstäbe für Forschung, Lehre und klinische Anwendungen in der Augenheilkunde auf diesem Gebiet.

Mit der Etablierung der neuen W2-Stiftungsprofessur wird an der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf(UKE) ein wichtiger Ort für Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Medizin geschaffen. „Unser Ziel ist es, die Diagnostik und Therapie von Augenerkrankungen durch den gezielten Einsatz digitaler Werkzeuge nachhaltig zu verbessern“, berichtet Prof. Dr. rer. nat. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied.

Es geht um zentrale Zukunftsfragen

Die neue Professur wird zentrale Zukunftsfragen der Augenheilkunde adressieren, darunter die automatisierte Analyse ophthalmologischer Bilddaten zur Früherkennung von Erkrankungen. „Gerade bei komplexen Augenerkrankungen wie der altersabhängigen Makuladegeneration oder der diabetischen Retinopathie kann Künstliche Intelligenz (KI) helfen, frühzeitig Warnsignale zu erkennen und individuell angepasste Behandlungen zu entwickeln“, erläutert Prof. Dr. Martin Spitzer, Direktor der Klinik für Augenheilkunde des UKE. Auch die Entwicklung sicherer und praxisnaher KI-Lösungen für den klinischen Alltag wird eine wichtige Rolle spielen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Ein weiteres Anliegen der Professur ist die enge Zusammenarbeit mit interdisziplinären Partnern der Augenklinik, wie etwa in den Bereichen Herz-Kreislauf-Medizin, Neurowissenschaften und Versorgungsforschung. Auch ethische Fragestellungen bei der Nutzung von Gesundheitsdaten und KI-Systemen werden ein integraler Bestandteil der Arbeit sein.

„Insgesamt erhielten wir neun qualifizierte Bewerbungen, die durch den Begutachtungsbeirat der Stiftung Auge gesichtet wurden“, berichtete Prof. Dr. Gerd Geerling, Sprecher des Beirats der Stiftungsprofessur. Das UKE überzeugte unter anderem mit einer umfangreichen digitalen Infrastruktur, wie dem „Center for Biomedical AI (bAIome)“, welches als zentrale Anlaufstelle für interdisziplinäre Kooperationsprojekte aus dem Bereich der KI mit klinischen Daten dient.

Enge Vernetzung mit der DOG

„Durch die enge Vernetzung mit der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e.V. (DOG) und weiteren Partnern wird die Professur eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz in der Augenheilkunde spielen. Dadurch können auch Impulse für andere medizinische Disziplinen erwartet werden“, so Prof. Dr. Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn und Vorsitzender der Stiftung Auge. „Die Stiftung Auge setzt ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der digitalen Medizin“, betont der Vorsitzende und führt weiter aus: „Die Augenheilkunde zählt schon heute zu den führenden Disziplinen mit KI-basierten Auswertungsstrategien gerade im Bereich der digitalen Bildgebung, womit sich unter anderem auch telemedizinische Anwendungen für die Zukunft anbieten“.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Auge, 26.02.2025

Bildquelle:© lara – stock.adobe.com

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