Ophthalmologie » Sonstiges

»

Neuer Direktor der Augenklinik am Klinikum Darmstadt

Porträts Dr. Manuel Hermann und Prof. Karl Heinz Emmerich

Neuer Direktor der Augenklinik am Klinikum Darmstadt

Personalia

Ophthalmologie

Sonstiges

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

32 Jahre lang stand Prof. Dr. Karl Heinz Emmerich der Augenklinik am Klinikum Darmstadt vor: Jetzt wurde auch offiziell die Leitung an PD Dr. med. Manuel Marcel Hermann übergeben. Hermann ist seit 1. Januar im Haus und neuer Direktor der Klinik für Augenheilkunde.

Bei der Feierstunde zum Direktorenwechsel am 15. Februar würdigte Klinikdezernent und Aufsichtsratsvorsitzender André Schellenberg Emmerich als großen Augenarzt, der in seinen Jahrzehnten die Augenmedizin für die Patientinnen und Patienten in Darmstadt und Südhessen immer entscheidend mit vorangebracht habe. „Er hat in seinen Berufsjahren die Klinik nach seinen Vorstellungen aufgebaut und stets zeitgemäße Augenheilkunde in Therapie und Diagnostik etabliert.“ Mit den Jahren habe er seine Spezialisierung in der Tränenwegchirurgie und Therapie der Makuladegeneration immer weiter ausgebaut – soweit, dass die Augenklinik stets zu den zwei führenden Kliniken in der Tränenwegchirurgie in Deutschland gehörte. „Prof. Emmerich und die Mitarbeitenden in seiner Klinik waren bei allen Entwicklungen immer vorn mit dabei. Dafür danke ich ihm ganz außerordentlich“, so Schellenberg in seiner Festrede.

Klinikdirektor wurde Emmerich 1991 mit nur 38 Jahren und war damals der jüngste Direktor einer Augenklinik in Deutschland, daneben immer wissenschaftlich engagiert. Auch mit 71 Jahren entlässt ihn die Augenmedizin nicht ganz: Er wird künftig mit seiner Ehefrau augenärztlich in einer eigenen Praxis tätig sein.

Anerkannter Experte

Sein Nachfolger als Klinikdirektor, Privatdozent Dr. med. habil. Manuel Hermann FEBO MBA, ist anerkannter Experte für die chirurgische und konservative Behandlung der Glaukome, für komplexe operative Eingriffe an der Netzhaut sowie Laserbehandlungen an der Hornhaut. Der 48-jährige gebürtige Würzburger studierte Medizin in Freiburg im Breisgau, Zürich und San Diego. Seine Ausbildung zum Facharzt für Augenheilkunde absolvierte er am Klinikum der Universität zu Köln. Seit 2008 war er dort als Oberarzt tätig und habilitierte sich in 2013 im Bereich Glaukomtherapie und Netzhautforschung. Hermann ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Buchkapitel. Seit 2017 war er zudem ärztlicher Geschäftsführer des MVZ der Uniklinik Köln mit über 250 Mitarbeitenden und 17 Fachbereichen. 2022 schloss Hermann das berufsbegleitende MBA-Studium an der Rotterdam School of Management (RSM) und der Universität zu Köln ab.

Quelle und Foto: Klinikum Darmstadt

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Porträt von Prof. Volker Busskamp.

Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt

Aktuelles

Die mit dem Medizin-Nobelpreis 2026 ausgezeichnete Optogenetik eröffnet neue Möglichkeiten für die Analyse neuronaler Netzwerke und degenerativer Netzhauterkrankungen. Prof. Volker Busskamp ordnet die Bedeutung der Technologie für die ophthalmologische Forschung ein.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen
Eröffnungsveranstaltung des DOG-Kongresses 2026 zum Leitthema „Augenheilkunde ohne Grenzen“.

Grenzenlos vernetzt: DOG 2026 setzt Impulse für bessere Versorgung

Kongress

Mit 4.657 Teilnehmenden stand die DOG 2026 ganz im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit. Unter dem Motto „Augenheilkunde ohne Grenzen“ diskutierten Teilnehmende neue Wege für Vernetzung, Wissenstransfer und zukunftsorientierte Patientenversorgung.

Ophthalmologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Die Albrecht-von-Graefe-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die DOG vergibt und wird laut Statuten alle zehn Jahre „demjenigen zuerkannt, der sich unter den Zeitgenossen – ohne Unterschied der Nationalität – die größten Verdienste um die Förderung der Ophthalmologie erworben hat.“ Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren und wurde durch die DOG-Mitgliederversammlung bestätigt. Albrecht von Graefe entwickelte 1857 eine neue Operationsmethode bei Grünem Star. Erster Träger der Albrecht-von-Graefe-Medaille war 1886 Hermann von Helmholtz, der den Augenspiegel zur Untersuchung des Augeninneren erfand. In 2016 wurde die Albrecht-von-Graefe-Medaille zuletzt an Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Eberhart Zrenner für seine Forschungsarbeiten zur Netzhautfunktion sowie für die Entwicklung des elektronischen Retina-Implantats verliehen, das blinden Menschen mit Retinitis pigmentosa ein orientierendes Schwarz-Weiß-Sehen ermöglicht.

DOG verleiht Alan Bird die Albrecht-von-Graefe-Medaille

Kongress

Die DOG hat den britischen Retina-Spezialisten Alan C. Bird mit der Albrecht-von-Graefe-Medaille ausgezeichnet. Die höchste Ehrung der Fachgesellschaft würdigt seine wegweisenden Beiträge zur Erforschung von Netzhauterkrankungen und zur modernen Retina-Medizin.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen