Ophthalmologie » Sonstiges

»

Ophthalmologische Silberhochzeit

Szene vom AAD-Pressetalk

Ophthalmologische Silberhochzeit

Kongress

Ophthalmologie

Sonstiges

3 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Die AAD wird in diesem Jahr 25 Jahre alt und lud zu diesem Anlass zum Pressetalk. Der 1. BVA-Vorsitzende Daniel Pleger und DOG-Generalsekretär Prof. Dr. Claus Cursiefen blickten mit Moderator Dr. Bernhard Bambas nicht nur zurück auf ein Vierteljahrhundert augenärztliche Fortbildung, sondern auch auf aktuelle Entwicklungen.

Vor 25 Jahren legten die beiden deutschen augenärztlichen Fachgesellschaften Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) und Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG) ihre jeweils eigenen Kongresse zusammen: Die Essener Fortbildung für Augenärzte (EFA) und die Wiesbadener Tagung für Augenärzte entfielen im Jahr 2000 erstmalig und machten Platz für die neu gegründete Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD). BVA und DOG wollten auf diesem Weg ihre Energien bündeln und gemeinsam einen qualitativ hochwertigen, anspruchsvollen Kongress in neuer Größenordnung erschaffen. Ein großes Risiko, das sich für beide Parteien jedoch bereits ab dem ersten Kongress ausgezahlt hatte: Gemeinsam erreichte man eine größere Zielgruppe und konnte mit dem neuen Konzept eine große Bandbreite an Teilnehmenden aus Augenheilkunde, Assistenzpersonal und Industrie ansprechen.

Damals wie heute bestimmt die Programmkommission, bestehend aus gleichermaßen BVA- und DOG-Repräsentanten, jährlich das Kursprogramm. „Die AAD hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, die Nummer 1 in der augenärztlichen Fortbildung in Deutschland zu werden und das 25 Jahre durchgehalten! Also eine beeindruckende Erfolgsgeschichte in der Zusammenarbeit von DOG und BVA“, sagt DOG-Generalsekretär Cursiefen, Mitglied der Programmkommission von BVA und DOG.

AAD-Programm: Praxisnah und aktuell

Dass die AAD auch 25 Jahre nach Gründung weiterhin gut angenommen wird, liegt nach Plegers Einschätzung am Kongresskonzept. „Wir haben eine besondere Stimmung auf der AAD: Der Kongress lebt von der guten Mischung aus persönlichem, fachlichem Austausch, Kursen und Industrieausstellung“, erklärt er. Auf dem diesjährigen Programm stehen etwas mehr als 350 Kurse. Davon machen rund 15 Prozent praktische Inhalte aus, beispielsweise Drylabs, Wetlabs, IVOM- und Ultraschallkurse. „Die Programmkommission evaluiert in jedem Jahr die Inhalte neu, erhält Kurse, die gut ankommen und ergänzt neue Inhalte. Auf diese Weise wird rund ein Drittel des gesamten Programms jährlich erneuert. So bleibt die AAD spannend und aktuell“, erklärt der BVA-Vorsitzende. Und das kommt an. Auch in diesem Jahr erwarten BVA und DOG über 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.  

Augenheilkunde zukunftsfähig aufstellen

Die AAD bleibt mit dem Programm am Puls der Zeit und widmet sich in Kursen den Themen des aktuellen augenheilkundlichen Alltags wie beispielsweise der elektronischen Patientenakte (ePA) oder dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Augenheilkunde. „Wenn DOG, BVA und unsere Referenten weiter so konstruktiv für die augenärztliche Fortbildung zusammenarbeiten, steht einer Feier der ‚goldenen Hochzeit‘ in 25 Jahren nichts im Wege“, so der DOG-Generalsekretär.

Quellen: AAD-Pressetalk, Pressemitteilung BVA/DOG vom 19.03.2025

Bildquelle:© S. Wolters

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Porträt von Prof. Volker Busskamp.

Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt

Aktuelles

Die mit dem Medizin-Nobelpreis 2026 ausgezeichnete Optogenetik eröffnet neue Möglichkeiten für die Analyse neuronaler Netzwerke und degenerativer Netzhauterkrankungen. Prof. Volker Busskamp ordnet die Bedeutung der Technologie für die ophthalmologische Forschung ein.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen
Eröffnungsveranstaltung des DOG-Kongresses 2026 zum Leitthema „Augenheilkunde ohne Grenzen“.

Grenzenlos vernetzt: DOG 2026 setzt Impulse für bessere Versorgung

Kongress

Mit 4.657 Teilnehmenden stand die DOG 2026 ganz im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit. Unter dem Motto „Augenheilkunde ohne Grenzen“ diskutierten Teilnehmende neue Wege für Vernetzung, Wissenstransfer und zukunftsorientierte Patientenversorgung.

Ophthalmologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Die Albrecht-von-Graefe-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die DOG vergibt und wird laut Statuten alle zehn Jahre „demjenigen zuerkannt, der sich unter den Zeitgenossen – ohne Unterschied der Nationalität – die größten Verdienste um die Förderung der Ophthalmologie erworben hat.“ Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren und wurde durch die DOG-Mitgliederversammlung bestätigt. Albrecht von Graefe entwickelte 1857 eine neue Operationsmethode bei Grünem Star. Erster Träger der Albrecht-von-Graefe-Medaille war 1886 Hermann von Helmholtz, der den Augenspiegel zur Untersuchung des Augeninneren erfand. In 2016 wurde die Albrecht-von-Graefe-Medaille zuletzt an Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Eberhart Zrenner für seine Forschungsarbeiten zur Netzhautfunktion sowie für die Entwicklung des elektronischen Retina-Implantats verliehen, das blinden Menschen mit Retinitis pigmentosa ein orientierendes Schwarz-Weiß-Sehen ermöglicht.

DOG verleiht Alan Bird die Albrecht-von-Graefe-Medaille

Kongress

Die DOG hat den britischen Retina-Spezialisten Alan C. Bird mit der Albrecht-von-Graefe-Medaille ausgezeichnet. Die höchste Ehrung der Fachgesellschaft würdigt seine wegweisenden Beiträge zur Erforschung von Netzhauterkrankungen und zur modernen Retina-Medizin.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen