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Uniklinikum Köln lizenziert neues DMEK-Injektionsgerät

Uniklinikum Köln lizenziert neues DMEK-Injektionsgerät

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Vorderer Augenabschnitt

mgb medizin Redaktion

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3 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Das Universitätsklinikum Köln lizenziert sein neues DMEK-Injektionsgerät an AEMM biotech capital investment.

Forschende des Universitätsklinikums Köln (UKK) haben ein neuartiges Injektionsgerät für die Hornhauttransplantation entwickelt, das die Durchführung des chirurgischen Verfahrens DMEK (Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty) deutlich vereinfachen könnte. Im Auftrag des UKK hat PROvendis, der zentrale Dienstleister des vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Hochschulverbunds innovation2business.nrw, einen Lizenzvertrag mit dem luxemburgischen Unternehmen AEMM biotech capital investment ausgehandelt.

Kritischer Schritt bei der Hornhauttransplantation

Bei der DMEK, der häufigsten Form der Hornhauttransplantation, wird die innere Schicht der Hornhaut – die sogenannte Descemet-Membran – durch eine hauchdünne Spendermembran ersetzt. Die Implantation gilt als besonders anspruchsvoll, da das Transplantat nur etwa 15 Mikrometer dünn ist und sich in Flüssigkeit spontan zu einer Rolle formt. Ein kritischer Schritt der Operation ist die kontrollierte Entfaltung dieser Membran im Auge. Dabei besteht das Risiko, empfindliche Endothelzellen zu beschädigen oder das Transplantat in falscher Orientierung anzulegen – beides kann zu einem Transplantatversagen führen.

Innovatives Design für mehr Sicherheit

Das Team um Prof. Dr. Björn Bachmann, Prof. Dr. Claus Cursiefen und Dr. Sebastian Siebelmann vom UKK hat deshalb ein Injektionssystem mit speziellem Design entwickelt. „Die Erfindung ermöglicht eine geführte Implantation der hochsensiblen Membran und erleichtert damit auch weniger erfahrenen Chirurginnen und Chirurgen den sicheren Einsatz der DMEK-Technik“, erklärt Prof. Dr. Bachmann. Leitungsstrukturen im Öffnungsbereich sorgen dafür, dass die Membran bereits während der Implantation teilweise entfaltet und korrekt ausgerichtet wird. Dadurch könnten nachträgliche Eingriffe im Auge reduziert und operative Traumata für Patient*innen vermieden werden. Zusätzlich zum Injektionssystem haben die Augenchirurgen ein Gerät entwickelt, mit dem die sehr dünne Descemet-Membran aus einer Spenderhornhaut präpariert und ohne Unterbrechung in eine Injektionskartusche gefüllt werden kann. Dieses Gerät kombiniert beide Schritte, sodass die wichtigen Endothelzellen im Transplantat nicht berührt werden müssen. Damit soll der Verlust von Endothelzellen minimiert und das Ergebnis verbessert werden. Darüber hinaus wird diese neuartige Technologie DMEK-Operationen an Augen ermöglichen, bei denen DMEK bisher aus technischen Gründen nicht möglich war.

Auf dem Weg zum Medizinprodukt

Mit dem Luxemburger Unternehmen AEEM biotech capital investment ist nun ein Industriepartner gefunden, der die Weiterentwicklung des Geräts hin zu einem klinisch einsetzbaren Medizinprodukt vorantreiben wird: „Wir freuen uns darauf, mit der Herstellung eines marktreifen Prototyps zu beginnen und gemeinsam mit den Erfindern nicht nur einen Injektor, sondern auch ein Gerät zur schonenden Präparation der Descemet-Membran zu entwickeln“, betont Augusto Orsini, CEO von AEMM biotech capital investment.

Patentierung und Vermarktung

Im Rahmen des vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Verbunds innovation2business.nrw hat PROvendis den gesamten Prozess der Patentierung der Erfindung koordiniert und im Auftrag des UKK geeignete Industriepartner identifiziert und kontaktiert – bis hin zum Vertragsabschluss mit AEMM biotech capital investment. 

Förderung

Dieses translationale Projekt zur Optimierung der DMEK-Chirurgie wurde im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1607 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) durchgeführt.

Weitere Informationen

↗ UKK Website zur DMEK-Operation

↗ Website AEMM biotech capital investment

Kontakt UKK

Prof. Björn Bachmann, bjoern.bachmann@uk-koeln.de

Kontakt AEMM biotech capital investment

Augusto Orsini, info@aemmbiotech.com

Quelle: PROvendis, 18. Februar 2026

Bild: (c) gehapromo – stockadobe.com

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