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FOF bei Granulozytopenie (Kinderonkologie) – neue Version der S2k-Leitlinie

Kind mit Fieber liegt im Bett, Fieberthermometer zeigt 38,9 °C

FOF bei Granulozytopenie (Kinderonkologie) – neue Version der S2k-Leitlinie

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Pneumologie und Immunologie

2 MIN

Erschienen in: pädiatrische praxis

Seit Kurzem gibt es eine neue Fassung der S2k-Leitlinie »Diagnostik und Therapie bei Fieber ohne Fokus während der Granulozytopenie (Kinderonkologie)«. Die Aktualisierungen betreffen Aspekte, zu denen neue Literatur/Evidenz vorliegt, ein verstärkter Fokus liegt zudem auf dem Thema Antibiotic Stewardship (ABS). 

Seit 18. März 2024 steht die Version 2.0 der AWMF-S2k-Leitlinie »Diagnostik und Therapie bei Fieber ohne Fokus während der Granulozytopenie (Kinderonkologie)« zur Verfügung. Die Leitlinie gibt einen Handlungsrahmen für Diagnostik und Therapie bei Fieber ohne Fokus bei Granulozytopenie (FN) in der Kinderonkologie und -hämatologie vor.

Die S2k-Leitlinie wurde umfassend überarbeitet, federführende Fachgesellschaften waren DGPI, GPOH und DGKJ. Die neue Version enthält weniger propädeutische Hinweise, der Fokus liegt auf Kernaussagen und praktischen Informationen in Form von Tabellen und Algorithmen. Die Themen reichen von der Aufnahme der Patientinnen und Patienten und der »Time-to-Antibiotics« über Laborparameter und mikrobiologische Diagnostik vor Antibiotikatherapie (Blutkulturdiagnostik) bis zur Therapie und Behandlungsdauer.

Die aktuelle Version der Leitlinie legt verstärktes Augenmerk auf den bestmöglichen Einsatz von Antiinfektiva im Sinne eines Antibiotic und Antifungal Stewardship. Themen sind unter anderem die korrekte Auswahl und Indikationsstellung, Standarddosierungen und Art der Verabreichung sowie die Mindestbehandlungsdauer. Die Leitlinie gibt Empfehlungen zur Erstlinientherapie und geht auf die Vorgehensweise bei Infektionen mit multiresistenten Erregern ein. Sie erläutert auch die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit anamnestischen Hinweisen auf eine Antibiotikaunverträglichkeit. Sie erklärt zudem, in welchen Fällen eine empirische oder präemptive antimykotische Therapie indiziert ist. Die Leitlinie empfiehlt, dass kinderonkologische Zentren ein ABS-Team haben oder von einem ABS-Team betreut werden sollen.

Im informellen Anhang zur Leitlinie gibt es Hintergrundinformationen zu den Kernaussagen. Die umfangreichen zusätzlichen Informationen umfassen Themen wie Fieber, Granulozytopenie, klinisch oder mikrobiell definierte Infektionen, multiresistente Infektionserreger, Antibiotikatherapie und Antibiotic Stewardship.

Informationen zur Leitlinie:
AWMF-Registernummer: 048 – 014
Version: 2.0
Stand: 18.03.2024
Gültig bis: 27.02.2026

Federführende Fachgesellschaften:
Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V. (DGPI)
Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)

Beteiligung weiterer AWMF-Fachgesellschaften:
Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Infektionstherapie e.V. (PEG)

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:
Arbeitsgruppe Infektiologie der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (ÖGKJ)
Pädiatrische Infektiologie Gruppe der Schweiz (PIGS)

Die Leitlinie sowie weitere Informationen finden Sie ➔ hier.

Das Dokument »Informeller Anhang« mit Hintergrundinformationen zu den Kernaussagen der Leitlinie finden Sie ➔ hier.

Bilderquelle: © Suzi Media – stock.adobe.com; Symbolbild

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