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G-BA fördert PROMs-Studie beim Prostatakarzinom mit 4,3 Millionen Euro

Arzt fuehrt ein Aufklaerungs oder Beratungsgespraech mit einem Patienten und dokumentiert Daten fuer eine medizinische Studie

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G-BA fördert PROMs-Studie beim Prostatakarzinom mit 4,3 Millionen Euro

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) fördert eine neue Multicenter-Studie zur Prostatakrebsforschung mit 4,3 Millionen Euro. Die Leitung übernehmen die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) mit der Klinik für Urologie. Der deutschlandweite Forschungsverbund untersucht die Wirksamkeit einer durch „Patient Reported Outcome Measures (PROMs)“-unterstützten Therapie zur Verbesserung der Langzeitergebnisse bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs. Die Studie erfolgt unter anderem in Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln, der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Bergischen Universität Wuppertal.

Die Studie „BE-PRO“: Patientenstimmen in den Therapiealltag integrieren

Im Rahmen der neuen Studie „BE-PRO – Benefit einer Patient Reported Outcome Measures (PROM) optimierten Behandlung mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs“ wollen die Forschenden ermitteln, ob ein kombinierter Versorgungspfad – also exzellente multidisziplinäre Behandlung in Zentren verbunden mit engmaschiger Rückmeldung von Ergebnissen durch die Patienten – die Langzeitergebnisse nach Therapie eines lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms verbessern kann.

Bei Patient Reported Outcome Measures, kurz PROMs, handelt es sich um standardisierte Fragebögen, die dazu genutzt werden, eine objektive Einschätzung des eigenen Gesundheitszustandes durch den Patienten abzufragen. Teil der PROMs sind etwa Fragen nach der Symptomlast, der Funktionsfähigkeit, der Lebensqualität und dem allgemeinen Gesundheitszustand. Im Rahmen einer vermehrten Patientenzentrierung in der medizinischen Versorgung spielen PROMs eine immer größere Rolle.

Hierzu entwickelt das Team einen elektronischen Fragebogen zur Erhebung der PROMs (ePROMs), der app- oder webbasiert bei der Erfassung und dem Monitoring der PROMs unterstützen soll. Die durch die ePROMs gewonnenen Kenntnisse sollen in den gesamten Therapieablauf eingebunden werden, um diesen so zu optimieren. Bei dieser multizentrischen, prospektiven Studie kommen die ePROMs sowohl in der Diagnostik, in der Planung der Therapie als auch während und nach der Therapie selbst zum Einsatz. Der Erfolg der ePROMs wird durch den Abgleich mit einer randomisierten Kontrollgruppe gemessen.

Ziel der Studie ist es zu ermitteln, ob die Patienten bei vorausgesetzt exzellenten Behandlungsergebnissen in zertifizierten Prostatakarzinomzentren eine höhere Lebensqualität und Zufriedenheit erreichen.

Ein breites Konsortium aus Forschung, Klinik und Patientenvertretung

Für die Multicenter-Studie arbeitet die Klinik für Urologie am Standort Düsseldorf unter anderem mit dem Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Institutsdirektorin Prof. Dr. Ulrike Dinger-Ehrenthal, Dr. André Karger, Dr. Dominik Fugmann) und der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie (Klinikdirektorin Prof. Dr. Juliane Hörner-Rieber, PD Dr. Danny Jazmati) zusammen. Konsortialpartner sind unter anderem die Universitätsmedizin Göttingen mit dem Institut für Medizinische Statistik, die Universität zu Köln, die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Bergische Universität Wuppertal mit dem Fachbereich Gesundheitsökonomie. An dem Klinikverbund sind darüber hinaus insgesamt 14 Standorte in NRW und Deutschland beteiligt sowie die Krankenkassen AOK Rheinland-Hamburg, Techniker Krankenkasse, DAK-Gesundheit und IKK Classic. Die Patienten sind über den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. und die Bundesarbeitsgemeinschaft Krebsberatung (BAK) beteiligt.

„Prostatakrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Männern und besonders im lokal fortgeschrittenen Stadium multidisziplinär behandlungsbedürftig. Der Ansatz, diese komplexe Therapie durch digitale Anwendungen zu optimieren ist sehr vielversprechend. Dass wir diesem Ansatz nun durch diese Multicenter-Studie unter Düsseldorfer Leitung nachgehen können, freut uns sehr. Das Projekt reiht sich damit in eine Reihe von Forschungsprojekten zum Prostatakarzinom ein, die in den letzten Jahren in Düsseldorf begonnen werden konnten“, so Prof. Albers. Dr. Karger ergänzt: „Wir erhoffen uns von der Studie, dass die ePROMs uns ermöglichen, die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten noch besser einzubringen. Vor allem bei onkologischen Erkrankungen spielt es eine immer wichtigere Rolle, auch die psychologischen Bedürfnisse der Patienten zu beachten.“

Quelle: Pressemitteilung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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