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BPS: Erstmals an einer deutschen Uniklinik wird vergrößerte Prostata mit Wasserstrahl abgetragen

BPS: Erstmals an einer deutschen Uniklinik wird vergrößerte Prostata mit Wasserstrahl abgetragen

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Erschienen in: UroForum

Experten am Universitätsklinikum Jena (UKJ) haben erstmals Patienten mit einer gutartigen Prostatavergrößerung mit einem Wasserstrahl behandelt. Wie Dr. Susan Foller, Leitende Oberärztin der Klinik für Urologie am UKJ, erläuterte, ermittelt der Arzt mit Hilfe eines Ultraschalls zunächst den Bereich der Prostata, der entfernt werden soll. Außerdem kommt ein Endoskop zum Einsatz, mit dem die Grenzen des Gewebes, das abgetragen werden soll, unabhängig bestätigt werden. An diesem Endoskop befindet sich auch die Wasserstrahldüse. Automatisch trägt der Wasserstrahl dann das zuvor markierte Gewebe ab.

„Dieser Eingriff ist sehr präzise und zudem deutlich schneller als bisherige Verfahren“, so Dr. Foller. Nach nur fünf Minuten ist das Gewebe – selbst bei sehr großem Prostatavolumen – entfernt. Neben der klassischen operativen Entfernung durch die Harnröhre, die seit vielen Jahrzehnten praktiziert wird, und der minimalinvasiven roboterassistierten Entfernung bei großen Drüsen ist am UKJ auch die so genannte Prostata-Arterien-Embolisation möglich. Bei dieser radiologischen Methode werden Mikropartikel über die Leiste in die Prostata-Schlagader eingeführt, um die Blut- und Sauerstoffzufuhr zu unterbrechen. Dadurch bildet sich das Drüsengewebe zurück. Ebenfalls am UKJ etabliert ist eine schonende, minimal-invasive Methode, bei der das Gewebe mit Hilfe eines Grünlicht-Lasers verdampft wird.

In einer speziell für diese Patienten neu eingerichteten Sprechstunde entscheiden die Experten zusammen mit den Betroffenen, ob die moderne Behandlung mittels Wasserstrahl oder ein anderes minimalinvasives Verfahren in Frage kommt.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal.de/HealthCom

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