Urologie » Berufspolitik

»

Bündnis ProTransplant zieht vor das Bundes­verfassungs­gericht

Organspende – Symbolbild zur Warteliste für Organtransplantation

Quelle: © Parradee – adobe.stock.com

Bündnis ProTransplant zieht vor das Bundes­verfassungs­gericht

Berufspolitik

Urologie

Berufspolitik

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: UroForum

Das Bündnis ProTransplant reicht aufgrund der anhaltend alarmierenden Situation bei der Organspende Verfassungsbeschwerde ein. Möglich wird dies durch die jüngst erfolgte Änderung des Transplantationsgesetzes, die aus Sicht des Bündnisses keine echten Fortschritte mit sich bringt.

„Mit der Erweiterung der Lebendspende-Optionen hat sich der Gesetzgeber zum kleinstmöglichen Schritt durchgerungen. Das ist bei weitem nicht ausreichend, um die gravierenden Probleme bei der Organspende in Deutschland zu lösen. Deshalb gehen wir nach Karlsruhe“, erläutert Sprecherin Zazie Knepper. „Das Grundrecht auf Leben gilt auch für die Wartepatient:innen. Wir möchten sicherstellen, dass kein Mensch mehr während der Wartezeit auf eine Organtransplantation verstirbt. Der Staat muss mehr Verantwortung übernehmen.“ Beschwerdeführer:innen sind Personen, die seit langem auf eine Organtransplantation warten – in Deutschland ist das laut Bündnis ProTransplant die Regel.

balkendiagramm zu neu und wiederaufnahme auf die warteliste organtransplantation 2025
Neu- und Wiederaufnahme 2025 auf die Warteliste für eine Organtransplantation. © DSO-Stabsstelle Statistik

Eine Verfassungsbeschwerde ist innerhalb eines Jahres nach dem Inkrafttreten eines Gesetzes möglich. Die Novellierung des Transplantationsgesetzes mit den Regelungen zur Lebendorganspende wurde am 1. Juni 2026 wirksam. „Der Staat ist verfassungsrechtlich verpflichtet, gesetzliche Rahmenbedingungen für eine Erhöhung der Zahl der Spenderorgane zu schaffen. Mit der Klage möchte das Bündnis prüfen lassen, inwieweit der Staat seine Schutzpflicht verletzt und damit gegen das Grundgesetz verstößt, da sich alle bisherigen Maßnahmen gegen den Organmangel als unzureichend erwiesen haben“, erläutert das Bündnis seine Klage. Seit langem wird um eine Widerspruchslösung bei Transplantationen gerungen, die einen aktiven Einspruch gegen eine Transplantation verlangt.

Quelle: Bündnis Pro Transplantat

Weitere Beiträge zu diesem Thema

© Yeivaz - stock.adobe.com

Adipositas und Systemtherapie beim Prostatakarzinom

Aktuelles

Adipositas war in einer retrospektiven Studie bei Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom mit einem ungünstigeren Überleben unter systemischer Therapie verbunden. Die zugrunde liegenden metabolischen, hormonellen und immunologischen Mechanismen sind noch unklar.

Urologie

Urogenitale Tumoren

Prostatakarzinom

Beitrag lesen
© ArLawKa - stock.adobe.com

Optimierte Patientenversorgung dank der Entscheidungshilfe Prostatakrebs

Aktuelles

Die Entscheidungshilfe Prostatakrebs unterstützt Patienten bei der Wahl einer leitliniengerechten Behandlung. Eine randomisierte Studie zeigt, dass sie Entscheidungskonflikte und psychischen Stress reduziert sowie das Wissen über die Erkrankung verbessert.

Urologie

Urogenitale Tumoren

Prostatakarzinom

Beitrag lesen
Angriffe auf Ärzte und Mitarbeitende in Arztpraxen sollen in Zukunft strafrechtlich härter bestraft werden. © Studio Romantic - stock.adobe.com

KBV-Vorstand begrüßt härtere Strafen bei Angriffen auf Ärzte

Berufspolitik

Die Bundesregierung will Angriffe auf Ärzte und Praxismitarbeitende künftig härter bestrafen. Das sieht ein Gesetzentwurf zur Stärkung des strafrechtlichen Schutzes des Gemeinwesens vor, den das Bundeskabinett beschlossen hat. Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat dies ausdrücklich begrüßt.

Urologie

Beitrag lesen