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Bundesweiter Disput um Hochbetagte-Äußerungen von Hendrik Streeck

Ein Stethoskop liegt auf einem Stapel Euro-Geldscheine und symbolisiert die Verbindung von Medizin und Finanzen.

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Bundesweiter Disput um Hochbetagte-Äußerungen von Hendrik Streeck

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Eine ethische Grundlagendebatte ist weg der Frage der Anwendung teurer Medizin für sehr alte Patienten und Patienten entbrannt. Der CDU-Drogenbeauftragte Hendrik Streeck hatte angeregt, eine teure Überversorgung hochbetagter Menschen zu vermeiden. Das hatte starken Widerspruch ausgelöst.

Portrait von Hendrik Streeck in einem dunklen Anzug und roter Krawatte vor schwarzem Hintergrund.
Der CDU-Drogenbeauftragte Hendrik Streeck hat eine Diskussion um die Akzeptanz hoher Kosten für die medizinische Behandlung entfacht. (Foto: Deutscher Bundestag)

Der Rheinischen Post sagte Streeck: „Es geht nicht ums Sparen, sondern darum, Menschen etwas zu ersparen.“ Es gehe darum, wie man Menschen in ihren letzten Lebensphasen verantwortungsvoll begleite, statt sie aus falschen Anreizen überzuversorgen. Streeck hatte für Wirbel gesorgt, indem er bezweifelte, ob man sehr alten Menschen noch besonders teure Medikamente verordnen sollte. Es brauche in der medizinischen Selbstverwaltung „klarere und verbindliche Leitlinien, dass bestimmte Medikamente auch nicht immer ausprobiert werden sollten – es gibt einfach Phasen im Leben, wo man bestimmte Medikamente auch nicht mehr einfach so benutzen sollte.“

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken stellte klar, dass diese Richtung in ihrem Ministerium nicht verfolgt werde. Von der Deutschen Stiftung Patientenschutz hieß es, Streeck fordere zu Recht, dass sterbenskranken Menschen nicht mehr alle möglichen Therapien zugemutet würden. Dann müsse die Koalition aber auch die Voraussetzungen schaffen, dass das Gesundheitssystem den schwerstkranken und sterbenden Patienten eine würdige Alternative biete.

Franz-Günter Runkel

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