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DFG fördert andrologischen Sonderforschungsbereich in Münster mit 12 Mio. Euro

Forschungsteam im Labor mit Mikroskopen und DNA Symbolen als Illustration fuer den von der DFG gefoerderten andrologischen Sonderforschungsbereich in Muenster

Quelle: © waliyah - stock.adobe.com

DFG fördert andrologischen Sonderforschungsbereich in Münster mit 12 Mio. Euro

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur weiteren Stärkung der Spitzenforschung an den Hochschulen neun neue Sonderforschungsbereiche (SFB) ein. Die neuen Verbünde werden ab April 2026 zunächst für drei Jahre und neun Monate mit insgesamt rund 120 Millionen Euro gefördert. Mit dabei ist das Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA) in Münster.

In Münster geht es um den Sonderforschungsbereich 1748 „Principles of Reproduction – Unravelling the Molecular Mechanisms of Male Infertility“. Es handelt sich um einen neuen interdisziplinärer Forschungsverbund zur Untersuchung zentraler Mechanismen männlicher Unfruchtbarkeit. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert dieses Vorhaben in der ersten Förderperiode mit rund zwölf Millionen Euro. Ziel des SFB ist es, die genetischen, molekularen und zellulären Ursachen männlicher Infertilität besser zu verstehen und daraus neue Ansätze für Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Weltweit sind mehr als 50 Millionen Paare von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen. In etwa der Hälfte der Fälle liegt die Ursache beim Mann.


Prof. Nina Neuhaus, Prof. Timo Strünker und Prof. Frank Tüttelmann (v. l.) bilden das Sprecherteam des neuen SFB aus der Reproduktionsmedizin. Prof. Stefan Luschnig (r.) ist Sprecher des SFB „Dynamische zelluläre Grenzflächen: Bildung und Funktion”. © Kochinke / Michael Kuhlmann
Prof. Nina Neuhaus, Prof. Timo Strünker und Prof. Frank Tüttelmann (v. l.) bilden das Sprecherteam des neuen SFB aus der Reproduktionsmedizin. Prof. Stefan Luschnig (r.) ist Sprecher des SFB „Dynamische zelluläre Grenzflächen: Bildung und Funktion”. © Kochinke / Michael Kuhlmann

Unter der Leitung von Prof. Frank Tüttelmann arbeiten 29 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen in insgesamt 19 Projekten zusammen. Beteiligt sind unter anderem Molekularbiologie, Genetik und klinische Medizin. Der Forschungsverbund bringt Grundlagenforschung und klinische Anwendung zusammen. Auch die Urologie und Andrologie sind zentral eingebunden. Prof. Sabine Kliesch, Vorsitzende des Arbeitskreises Andrologie der DGU, ist als Projektverantwortliche mit der Klinik für Andrologie beteiligt. Ebenfalls eingebunden ist PD Dr. Maria Schubert, Mitglied des AKA der DGU. Weitere klinisch wissenschaftliche Vorhaben stammen unter anderem aus der Reproduktionsmedizin, der Medizinischen Genetik, der Kinderklinik und der Onkologie. Aus Sicht der DGU unterstreicht der neue Sonderforschungsbereich die Bedeutung der Andrologie für die urologische Versorgung und Forschung. Die DGU gratuliert allen Beteiligten zu dieser bedeutenden Förderung und freut sich, dass mit Prof. Sabine Kliesch als Vorsitzender des Arbeitskreises Andrologie sowie weiteren Mitgliedern des AKA die andrologische Expertise innerhalb der DGU in diesem Forschungsverbund vertreten ist.

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