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DGU-Präsidentin Krege rät zum bewussten Umgang mit Künstlicher Intelligenz

DGU-Präsidentin Prof. Dr. Susanne Krege sieht in der Künstlichen Intelligenz sowohl Chancen als auch Risiken. Die Essener Urologin setzt sich für einen maßvollen Umgang mit der neuen Technik ein. © Runkel

Quelle: DGU-Präsidentin Prof. Dr. Susanne Krege sieht in der Künstlichen Intelligenz sowohl Chancen als auch Risiken. Die Essener Urologin setzt sich für einen maßvollen Umgang mit der neuen Technik ein. © Runkel

DGU-Präsidentin Krege rät zum bewussten Umgang mit Künstlicher Intelligenz

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: UroForum

Die verunsichernden Nachrichten aus den USA zu bedrohlichen Szenarien in der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz haben auch in der Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Urologie ihre Spuren hinterlassen. Neben der Mahnung zur Vorsicht überwog jedoch der Optimismus, eine innovative Technologie in der Urologie nutzen zu können.

Einen besonderen Schwerpunkt auf dem 78. DGU-Kongress setzt DGU-Präsidentin Prof. Dr. Susanne Krege mit der Künstlichen Intelligenz. In Bildgebung und Pathologie werde KI bereits eingesetzt. Auf dem Kongress geht es deshalb vor allem darum, was die Systeme leisten, wie ihre Ergebnisse zustande kommen und wo ihre Grenzen liegen. Ein KI-Tumorboard macht Anwendungen anhand konkreter diagnostischer Situationen nachvollziehbar. Auch ethische Fragen und weitere Einsatzmöglichkeiten in Therapieplanung und Dokumentation stehen zur Diskussion.

„Künstliche Intelligenz kann uns in Diagnostik, Therapieplanung und Dokumentation unterstützen“, sagt Prof. Krege. „Wenn sie uns sinnvoll entlastet, kann sie auch Zeit schaffen für das persönliche Gespräch mit unseren Patientinnen und Patienten. Dafür müssen wir aber verstehen, wie diese Systeme arbeiten und wo ihre Grenzen liegen.“

Im Spannungsfeld zwischen Reform und Qualität sah DGU-Generalsekretär Prof. Maximilian Burger die Fachgesellschaft und die Urologie. „Wir sehen derzeit Fortschritte auf vielen Ebenen gleichzeitig, von neuen medikamentösen Therapien über präzisere Diagnostik bis zur Weiterentwicklung der operativen Verfahren.“ Es sei entscheidend, neue Erkenntnisse wissenschaftlich einzuordnen und zu prüfen, was davon die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten wirklich verbessern könne.

Im Kongress-Schwerpunkt der Nachhaltigkeit in der Medizin wurde es in der Pressekonferenz konkret. Wie lässt sich der CO₂-Fußabdruck eines Medizinproduktes verlässlich bestimmen? Bislang fehlen einheitliche Verfahren, mit denen sich unterschiedliche Produkte vergleichen lassen. Auch die einfache Rechnung Einweg gegen Mehrweg greife zu kurz. Entscheidend ist die Umweltbilanz über den gesamten Lebenszyklus. „Wir brauchen Daten, mit denen Kliniken und Praxen tatsächlich vergleichen können“, sagte Krege. „Einweg ist nicht automatisch schlechter und Mehrweg nicht automatisch nachhaltiger. Für gute Entscheidungen brauchen wir nachvollziehbare Kriterien.“

Unter dem Kongressmotto „Dem Leben eine Zukunft geben“ richtete Krege den Blick zudem auf die große Spannweite des Faches.  Ein besonderes Anliegen ist ihr die Einordnung der Kinderurologie im Rahmen der Gesundheitsreform. Kinder mit angeborenen urologischen Erkrankungen benötigen häufig auch im Erwachsenenalter eine spezialisierte Versorgung. „Diese kann die Kinderchirurgie nach dem Übergang in die Erwachsenenmedizin nicht mehr leisten.“

(fgr)

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