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DKG begrüßt Länder-Klage gegen G-BA vor dem Bundesverfassungsgericht

DKG begrüßt Länder-Klage gegen G-BA vor dem Bundesverfassungsgericht

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Erschienen in: UroForum

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht in der von den Bundesländern Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt beim Bundesverfassungsgericht eingereichten Verfassungsbeschwerde eine wichtige Gelegenheit, verfassungsrechtlich prüfen zu lassen, in welchem Umfang Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und bundesrechtliche Vorgaben die Krankenhausplanung der Länder beeinflussen oder beschränken dürfen.

Prof. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, unterstützt die rechtliche Überprüfung der G-BA-Kompetenzen. (Foto: Runkel)
Prof. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, unterstützt die rechtliche Überprüfung der G-BA-Kompetenzen. (Foto: Runkel)

„Gerade vor der anstehenden Krankenhausreform ist es richtig und wichtig, höchstrichterlich Grenzen festzulegen oder klar zu benennen, um die Hoheit der Länder bei der Krankenhausplanung zu sichern“, betont Prof. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG. Kern der Verfassungsbeschwerde ist nicht die grundsätzliche Frage, ob bundesweite Vorgaben zur Sicherung der Versorgungsqualität sinnvoll und zulässig sind, sondern nur wie diese Vorgaben ausgestaltet sein müssen, um die Krankenhausplanung der Länder nicht unzulässig einzuschränken.

Die DKG unterstützt Mindestmengenregelungen als geeignetes Instrument, um Gelegenheitsversorgung zu vermeiden. Ob die Mindestmengenregelungen des G-BA in ihrer jetzigen Form tatsächlich mit der Krankenhausplanungshoheit der Länder vereinbar sind, bleibt abzuwarten. „Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird Klarheit darüber schaffen, in welchem Umfang die Krankenhausplanung weiterhin als Ländersache und Ausdruck der Länderhoheit bestehen bleibt“, so Prof. Neumeyer.

Insofern stehe zu hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht schnell über die Annahme der Beschwerde der Länder befinde und auch die weitere gerichtliche Klärung zügig erfolge. Denn sowohl die Mindestmengenvorgaben als auch die anstehende Krankenhausreform schaffen laut DKG Fakten, die selbst bei einem späteren Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht nur schwer rückgängig zu machen sind. „Geschlossene Krankenhäuser oder abgebaute Abteilungen lassen sich nicht kurzfristig wiederherstellen.“

Bildquelle: Sb – adobe.stock.com

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