Urologie » Berufspolitik

»

DKG begrüßt Verabschiedung des Kritis-Dachgesetzes im Bundestag

Silberne Paragrafenzeichen auf einem Tisch – Symbol für Recht und Gesetz

Quelle: © Steffen Kögler - stock.adobe.com

DKG begrüßt Verabschiedung des Kritis-Dachgesetzes im Bundestag

Berufspolitik

Urologie

Berufspolitik

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: UroForum

In einer Zeit zunehmender Unsicherheiten und Kriegsgefahren hat die Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft mit der Erarbeitung eines branchenspezifischen Resilienzstandards begonnen. Der Bundestag hat jetzt den gesetzlichen Rahmen dafür gesetzt.

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Prof. Henriette Neumeyer begrüßt die Verabschiedung eines gesetzlichen Rahmens für Resilienz-Maßnahmen in Krankenhäusern. (Foto: DKG)
Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Prof. Henriette Neumeyer begrüßt die Verabschiedung eines gesetzlichen Rahmens für Resilienz-Maßnahmen in Krankenhäusern. (Foto: DKG)

Nach der Verabschiedung des Kritis-Dachgesetzes im Bundestag am Freitag erklärte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Prof. Henriette Neumeyer: „Die DKG begrüßt die lange erwartete Verabschiedung ausdrücklich. Das Kritis-Dachgesetz ist ein wichtiges Signal in einer schwierigen Zeit, in der Frieden nicht mehr selbstverständlich ist und konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz auch in den deutschen Krankenhäusern leider unumgänglich geworden sind. Mit den nun verabschiedeten Vorgaben werden die Rahmenbedingungen für die Erhöhung der Resilienz kritischer Anlagen in Deutschland – zu denen insbesondere auch Krankenhäuser zählen – formuliert.“

Betreiber werden verpflichtet, die Risiken für die physische Resilienz ihrer Anlagen zu bewerten und Maßnahmen für deren Schutz vorzusehen. Auch ein Meldewesen wird eingeführt, um frühzeitig auf eventuelle Bedrohungen reagieren zu können.

Wichtig ist laut DKG nun, schnellstmöglich die als Rechtsverordnung angekündigten Konkretisierungen der Anforderungen an Resilienzmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Auch das angekündigte Gesundheitssicherstellungsgesetz (GeSiG) werde dringend erwartet, um weitere notwendige Voraussetzungen für Resilienz im Gesundheitswesen zu schaffen. Die DKG hat auch auf die Finanzhilfen zur Stärkung der Residenz in Krankenhäusern hingewiesen.

Franz-Günter Runkel

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Mikroskop mit schwebenden Zellen im Labor als Symbol fuer Immuntherapie und neue Therapieoptionen beim Peniskarzinom

Update Peniskarzinom 2026: Immuntherapie und neue Therapieperspektiven

Fachbeitrag

Beim seltenen Peniskarzinom eröffnen Immuntherapien und molekulare Analysen neue Behandlungsperspektiven. Daten zu Cemiplimab zeigen jedoch, dass bislang nur bestimmte Patientengruppen profitieren. Entscheidend für die personalisierte Therapie sind daher verlässliche Biomarker und eine präzise molekulare Charakterisierung.

Urologie

Tumoren der äußeren Genitalien

Peniskarzinom

Beitrag lesen
Der damals 17-jährige Mailo erhält im Juli 2025 eine T-Zelltherapie gegen PRAME mit seinen gentechnisch veränderten Immunzellen. © privat

PRAME-T-Zelltherapie drängt metastasierten Nierentumor zurück

Aktuelles

Eine personalisierte T-Zelltherapie hat bei einem Jugendlichen mit weit fortgeschrittenem, therapieresistentem Nierentumor zu einem vollständigen Ansprechen geführt. Die Behandlung zielte auf das Tumorantigen PRAME. Eine klinische Studie für weitere Kinder und Jugendliche ist ab 2027 geplant.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Aktuell warten in Deutschland 8.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Rund 250 Abgeordnete wollen deshalb eine Widerspruchslösung im Bundestag durchsetzen. © abuzar - stock.adobe.com

Bundestags-Gruppe beantragt Widerspruchslösung für Organspende

Berufspolitik

Rund 250 Abgeordnete mehrerer Fraktionen des Bundestags haben beantragt, eine Widerspruchslösung für die Organspende im Transplantationsgesetz zu verankern. Dann müssten Versicherte z.B. einer postmortalen Nierenspende widersprechen, um sie zu verhindern.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen